Reiseberichte Mbeya Tansania von Jörg Wurmisch

 

 

Reiseberichte Mbeya mit einem Hauch von Abenteuer

Mbeya

Mbeya ist eine der zehn größten Städte in Tansania. Nach einer Zählung von 2005 leben ungefähr 290.000 Einwohner in der Stadt. 300.000 Menschen leben in dem weit ausgedehnten Vorortgürtel der Stadt. Die Stadt ist zugleich Verwaltungssitz der gleichnamigen Region Mbeya und bildet ein wirtschaftliches Zentrum im Westen des Landes. Die Stadt liegt etwa 900 km von der größten Stadt Tansanias Daressalaam entfernt. Mbeya befindet sich in einem Tal am Fuße des Mbeya-Range Gebirges das in einer Höhe von 1600 bis 1900 Meter liegt. Höchster Berg der Mbeya-Range ist der gleichnamige Mount Mbeya mit 2818 m. Die andere Talseite bilden die Poroto-Berge mit dem 2960 m hohen Mount Rungwe. Die Stadt Mbeya wurde erst vor circa 70 Jahren aus einigen Dörfern am Fuße des Mount Mbeya gegründet. Mbeya ist Haltestation der Eisenbahnlinie Tazara und liegt am ausgebauten Tanzam Highway, einer international bedeutenden Verbindungsstraße zwischen Daressalam und Sambia einerseits sowie Malawi andererseits. Auf dem Tanzam Highway rollt vor allem der Güterverkehr von und nach Sambia und Malawi. Nn den letzten Jahren aber auch zunehmend nach Mosambik und Südafrika. Mbeyas Flughafen ist seit mehreren Jahren für Linienmaschinen stillgelegt und wird nur noch von kleineren Charter-Maschinen angeflogen. Geplant ist eine internationalen Flughafen in Mbeya zu errichten. Das Krankenhaus der Stadt besitzt 450 Betten und ist für die Versorgung der ganzen Region zuständig. Es gibt in Mbeya eine technische Hochschule.

Reise nach Mbeya nahe dem Malawisee

große Landkarte von Tansania

Tansaniainformationen

 

Tanzania-Zambia Railway

 

 Tazara Bahnhof in Dar es Salaam

 Strecke Dar es Salaam

 Tazara Bahnhof in Mbeya

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Freitag den 4. Juni um 18 Uhr geht unsere Maschine von Berlin nach Amsterdam mit Anschluß nach Nairobi und Dar es Salaam. Ankunft in Dar es Salaam um 10 Uhr Ortszeit. Den Flug haben wir gut überstanden. Nach zeitraubendes Warten auf das Visum, sitzen wir endlich in einem Taxi das uns in ein Hotel, das Jambo Inn, bringt. Das Jambo Inn Hotel beherbergt fast ausschließlich Rucksackreisende wie uns. Einen kleinen Unterschied gibt es allerdings, wir könnten altersmäßig von vielen die Großeltern sein. Die Zimmer sind schrecklich, doch es gibt Wasser zum erfrischen und ein Bett zum ausruhen. Um 15 Uhr dann zum Bahnhof der Tansania Eisenbahn (Tansania Railways Corporation) gelaufen. Als Ortsunkundiger und ohne Englischkenntnisse ist es sehr schwer, den richtigen Weg zu finden. Mein Kisuaheli das auf früheren Reisen in Kenia völlig ausgereicht hat, führte zu Verwunderung und ständigen Gegenfragen, was mich sehr verunsicherte. Selbst Zahlen wurden meistens abgekürzt. Hinzukommt der Verkehr und die Hitze die die 1,5 km zur Strapaze werden lassen. Wir haben uns das Ziel gesetzt von Daressalaam nach Kigoma am Tanganjikasee zu fahren um uns dort auf die Liemba nach Sambia einzuschiffen. In der Botschaft von Tansania in Berlin hatten wir uns erkundigt, daß die Strecke durchgängig fährt. Wir erfahren das der Zug erst am Dienstag nach Kigoma fährt und Karten bekommt man am Reisetag ab 15 Uhr. Gefällt uns gar nicht 3 Tage in Daressalaam zu warten. Danach einen, dem Jambo Inn Hotel naheliegenden Markt besucht und Obst gekauft. Leider werden in Tansania in Gegensatz zu Kenia bei Lebensmittel sehr hohe Preise von Touristen zunächst verlangt. Ich finde es zeitraubend und lästig ständig zu handeln. Viele Leistungen wie Internetgebühren, Beförderung, Beherbung usw. werden zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Für Residenz und nicht Residenz. Verständnis habe ich nur für die Regelung des Eintritts in Nationalparks. Abends erste Mahlzeit eingenommen, Brot mit Papaya. Wir hatten uns Brot gebacken, in 20 mal 160 g Portionen geschnitten, nochmals erhitzt und in Folie eingeschweißt. Es hat 24 Tage gut überdauert. Unser Gepäck betrug für 2 Personen trotzdem nur 22kg.

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Anflug Dar es Salaam

Hotel Jambo Inn

Prachtstraße Dar es Salaam

Hafengegend Dar es Salaam

Zweiter Tag: Daressalaam.

Nach einer ruhigen Nacht um 8.30 Uhr zum Frühstück 5 Deutsche getroffen. Einen Lehrer der in seinem Beruf tätig ist und seinen Aufenthalt selbst finanzierte, und ein junges Paar. Es ist als Entwicklungshelfer in Tansania tätig und es hatten ihre Eltern zu Besuch. Es war für uns interessant zu erfahren das den Menschen in Tansania das Marmeladekochen und Körbe flechten erst beigebracht werden muß. Vormittags laufen wir zum Hafen ( Entfernung 2 km). Der Hafen ist der größte Ostafrikas und fungiert als Umschlagplatz für Waren aller Art. Es gibt einen lebhaften Fährverkehr nach Sansibar. Um 14 Uhr wieder im Hotel. Mittags Brot und Bananen gegessen. Nachmittags trinken wir Bier in einem schicken Hotel mit schöner Aussicht. Danach einen Stadtplan von einem Straßenhändler gekauft. Abends in Nähe unseres Hotels essen wir in einem Eßlokal. Die Speisen wählte man aus einer heißen Theke aus. Ein abendlicher Spaziergang läßt den Tag ausklingen. Die folgende Nacht ist sehr laut und wir können wenig schlafen.

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Park zum Müßiggang

Askari Denkmal

schönes Gebäude

Restaurant schöne Aussicht

Dritter Tag: Daressalaam.

Gegen Morgen um 5 Uhr wurde zum Gebet gerufen und die Nacht ist endgültig für uns vorbei. Nach dem Frühstück mangels Alternativen laufen wir wieder zum Hafen. Am Hafen gibt es noch ein wenig Raum zum Müßiggang. Mittags wieder im Hotel und essen unser Brot. Dazu gab es Avocados. Die Bahn öffnet ihren Verkaufsschalter in der Woche um 15 Uhr. Um sicher zu gehen, daß wir noch die Plätze in einem Schlafwagenabteil für 2 Personen bekommen, gehen wir zum Bahnhof. Keine Menschen sind vor Ort und die Schalter sind geschlossen. Erst nach Suchen treffen wir einen Bahnangestellten der uns mitteilte, daß die Strecke für längere Zeit unterbrochen ist. In einem nahen Center trinken wir ein Bier und bedauern unsere ganze Reise. In Deutschland hatten wir 10 Tage vor unserer Reise, ohne Reiseabsicht im Internet nur mal so nach Flugpreisen gesucht und dann einfach gebucht. Wir kannten natürlich schon einige Reiseberichte die die Strecke Daressalaam nach Kigoma beschrieben, und die wollten wir angehen. Mit Alternativen hatten wir uns nicht befaßt. Unser Ziel ist für uns nicht mehr erreichbar und die Vorstellung in Daressalaam länger zu verweilen ist grausam. Im Hotel treffen wir das junge Paar wieder, das uns von einer zweiten Linie erzählt. Sie geht von Dar es Salaam über Mbeya nach Sambia. Sie waren schon am Malawisee, den man von Mbeya erreicht. Wir sind darüber erleichtert ein neues Ziel gefunden zu haben. Abends essen wir obligatorisch unser Brot mit Avocado. Danach im Intenetcafe noch Informationen gesammelt. Wir treffen dort eine junge Frau, die wie wir, in Berlin wohnt. Sie war ebenfalls am Malawisee und bestätigt das der See ein lohnendes Ziel ist. Abends besichtigen wir bis 23 Uhr die Stadt ohne deren tagsüber starken Autoverkehr.

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Hafen Dar es Salaam

Fähre nach Sansibar

Fähre nach Kigamboni

Kigamboni kleiner Hafen

Vierter Tag: Daressalam.

Nach dem Frühstück laufen wir zur Fähre und von dort mit einem Dalla Dalla, ein ortsübliches Verkehrsmittel das dem Matatu in Kenia entspricht, fahren wir zum Bahnhof der privaten Tazara Eisenbahngesellschaft (Tanzania-Zambia Railway). Der Bahnhof liegt ungefähr 10 km vom Hafen entfernt und die Strecke ist streßig. Der Zug hat in der First Class nur Vierbettkabienen, und wer als Paar fährt muß 4 Plätze buchen um nicht getrennt zu schlafen. Es gibt eine lange Warteschlange und jede Abfertigung dauerte ewig. Unsere Fahrkarten bekommen wir in Rekordzeit und das baute mich in dem Punkt Sprachkenntnis wieder auf. Die Rückfahrt stehen wir im Dalla Dalla gekrümmt. Sie wird im Stau zu einer Schwitzkur. Erstmals essen wir zum Mittag eine Mahlzeit. Nachmittags stinkende Autos "gezählt". Gegen Abend kaufen wir auf dem Markt eine Melone und Bananen und bei Taschenlampenlicht wird gegessen. Ganz Daressalaam ist ohne Strom. Alle Geschäfte haben Notstromaggregate zu laufen. Der Benzingeruch ist abscheulich. Nachts ist es wieder sehr laut. Es sind die Angestellten die keine Rücksicht nehmen und es nicht kapieren, daß man in einem Hotel erwartet schlafen zu können.

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Fünfter Tag: Daressalam.

Immer noch kein Strom. Die Straßen sind von den Autos und Stromaggregaten stark mit Benzingeruch geschwängert. Totaler Obsttag ist angesagt, da die Gasstätten ohne Strom nicht arbeiten können. Mittags hat es stark geregnet. Danach laufen wir wieder zur Fähre. Von da laufen wir immer der Nase nach weiter. Eine große Freßmeile von Einheimischen entdecken wir in Hafennähe. Ohne die Voraussetzung eines Küchenbetriebs (wir meinen nicht mit Voraussetzung einen deutschen Standart) ist hier alles sehr schmutzig, aber Scharen von Küchenpersonal müssen weiße Kopftücher tragen. Eine Brause trinken wir. Am Ende der Freßmeile entdecken wir noch einen kleinen Fährhafen. Mit einer Fähre übersetzen wir über einen Crack nach Kigamboni. Besuchen dort einen kleinen Biergarten und sehen das erste mal den Indischen Ozean in Daressalaam. Zwei Stunden Aufenthalt bei dem wir den Stadtkern von Daressalam wolkenumhüllt mit starken Regenfällen erleben. Auf dem Rückweg sehen wir Fischstände. Ein Händler hat einen besonders großen Fisch. Auf meine Bitte den Fisch fotografieren zu dürfen, rastet der Händler aus. Ist aber ein Einzelfall. Abends gibt es wieder Strom aber kein Wasser.

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Dar es Salaam Wolken

Fischhandel

Kigamboni

Strand Kigamboni

Sechster Tag: Daressalaam.

Wieder eine laute Nacht gehabt. Wieder kein Strom und kein Wasser. Frühstück aber gibt es. Packen Sachen für unsere Safari zum Malawisee. Die Hälfte unseres Gepäcks lassen wir in Daressalaam. Nach dem Packen wieder mit der Fähre zum anderen Ufer. Diesmal lassen wir uns 4 Stunden Zeit um dort die Umgebung zu erkunden. Wieder zurück essen wir in einer besseren Gegend in einem großen modernen Imbiß. Das Fleisch, Pfeffersteak kann man unmöglich essen, so zäh ist es. Im Hotel gibt es wieder Wasser und Strom. Wir treffen eine junge Ärztin aus Deutschland, die in einem Krankenhaus von Daressalaam für kurze Zeit tätig ist. Abends sitzen wir noch in einen schicken Hotel mit Dachterrasse und essen eine Kleinigkeit.

Siebenter Tag: Mit der Bahn unterwegs.

Die letzte Nacht in dem Gruselhotel war etwas ruhiger. Nach dem Frühstück fahren wir mit einer Taxe zum Tazara-Bahnhof. Der Zug soll um 12 Uhr abfahren. Am Bahnhof decken wir uns mit 7 l Wasser ein. Mit Verspätung fährt der Zug um 2 Uhr ab. Anders wie in Kenia, denn dort kann man die Uhr bei der Abfahrt stellen. Wir finden unser Viererabteil gemütlich. Der Zug gibt uns das Gefühl, in einem Güterzug zu sitzen der ständig rangiert und daß immer neue Wagen angekoppelt werden. Festhalten ist angesagt. Wir erwarten gegen 5 Uhr mit dem Zug durch die Selous-Game-Reserve zu fahren. An Tieren sehen wir Elefanten, Büffel, Giraffen, Genus, Zebras und Antilopen. Leider hatte der Zug zuviel Bewegung für vernünftige Fotos. Zur Nacht essen wir unser Brot mit Nußaufstrich. Es ist eine unruhige Nacht. Ab und zu schauen wir beim Halt an Bahnhöfen aus dem Fenster. Viele Händler mit Lampen versuchen etwas zu verkaufen. Hauptsächlich an den Abteilen der einfachen Klasse. Es sieht etwas gespenstisch aus.

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Bahnhof

Warteraum

Daressalam nach Sambia

Händler an Bahnhöfen

Achter Tag: Mit der Bahn unterwegs.

Morgens ganz schön kühl. Wir trinken heißen Tee. Die Landschaft ist schön aber eintönig. Um 15 Uhr sollten wir in Mbeya sein. Unsere Angst ist das wir den Bahnhof verpassen. Anders wie im Daressalaam haben die Schlafwagenabteile keinen Bahnsteig und unsere Hüften mit teilweise künstlichen Gelenk machen da etwas Schwierigkeiten. Die Zugmannschaft ist aus Sambia und von denen werden wir nicht verstanden. Wir gehen durch die Abteile der verschiedenen Klassen an die Spitze des Zuges und warten dort. Sie sind sehr zerschlissen. Um 17 Uhr fahren wir in den Tazara-Bahnhof von Mbeya ein. Er ist ein großer Bahnhof der von seiner Aufgabe genau wie der in Daressalaam viel zu groß ist. Der Bahnsteig selbst ist kurz, so daß die First Class Passagiere, da die Leiter der Ausstiege durch ein Bodenblech verdeckt sind beim Ein- und Aussteigen zu kämpfen haben. Anschließend geht es über einen Schotterweg mit spelzigen hautreizenden Unkraut den Zug entlang. Wir nehmen ein Taxi und fahren ins Karibuni Center. Wir bekommen ein schönes Zimmer. Obwohl wir eigentlich gar nichts getan haben, war der Tag ganz schön anstrengend. Um 19 Uhr war Schlafzeit und wir erlebten unsere erste wirklich ruhige Nacht in Tansania.

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Landschaft

Landschaft

Zug Restaurant

Bahnhof mit Kirmes

Neunter Tag: Mbeya

Um 8 Uhr stehen wir auf und bekommen ein schönes Frühstück. Danach erkunden wir die Umgebung.Wir informieren uns an einer Dalla Dalla- Haltestelle über die Strecke nach Matema zum Malawisee. Wir erfahren daß wir viermal umsteigen müssen. Vom Hotel Karibuni Center mit einem Dalla Dalla zum Tazara-Bahnhof, danach mit Bussen vom Tazara-Bahnhof nach Tukuyu und Tukuyu nach Kyela, dann weiter von Kyela mit einem Dalla Dalla bis zu einer Abzweigung vor Itungi und von dieser weiter nach Matema. Wir heuern den jungen Mann, von dem wir die Auskunft bekamen, für den nächsten Tag als Begleiter an. Wir entdecken ein schönes Hotel mit einer herrlichen Aussicht wo wir essen und lassen uns dabei viel Zeit. Abends wird nur das Allernötigste für Matema in einen ganz kleinen Rucksack gepackt. Den größeren Rucksack lassen wir, wie schon einen anderen Rucksack in Daressalaam, im Hotel Karibuni Center. Wir wollen am übernächsten Tag wieder zurück sein.

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Busfahrt nach Tukuyu

Matema Hotel

Bungalow Zimmer

Matema Strand Malawisee

Zehnter Tag: Fahrt nach Matema am Malawisee.

Gut ausgeschlafen, mit einem guten Frühstück gehen wir zur Straße wo die Dalla Dalla fahren. Unser Führer ist auch da und wir können starten. Matatu und Busse der ersten drei Etappen sind voll, aber das sind wir aus Kenia gewohnt. Die Landschaft ist Reizvoll und wir kommen schnell voran. Die vierte Etappe macht uns etwas sorgen weil kein Dalla Dalla in Sicht ist. Der Fahrer von einem PKW bietet sich an. Das Problem ist daß mit dem Fahrer zusammen schon 5 Personen im Auto sitzen und dieses damit schon voll ist. Er will uns allen ernstes da noch mit reindrücken. 20 km Piste hält uns aber ab da mit zu fahren. Es gibt aber schließlich doch noch ein Dalla Dalla. In einem kleinen Ort, deren Namen ich nicht weiß und der auf meinen Karten nicht verzeichnet ist, war Schluß. Unser Führer hatte seine Aufgabe gut gemacht und deshalb verabschieden wir ihn am nächsten Fahrzeug. Das nächste Fahrzeug war ein Pick Up, Doris quetscht sich im wahrsten Sinn des Wortes vorn rein und Jörg stellt sich auf die Ladefläche. Auf dem Pick Up ist die Ladefläche mit Benzinkanister voll geladen. Darauf stehen die Mitfahrenden dicht gedrängt wie die Heringe. Die Straße oder besser gesagt der Feldweg ist zur Seite stark abgeneigt. Die Perspektive der einstündigen Fahrt ist wie Achterbahnfahren, nur nicht so sicher. Nach sechs Stunden Reisezeit sind wir am Ziel. Kenner der Strecke meinen die Zeit ist rekordverdächtig. Der Malawisee erscheint uns märchenhaft schön. Er hat einen herrlichen Kiesstrand und schönes klares Wasser das uns sofort zum baden einladet. Das Wasser ist warm aber trotzdem erfrischend. Das Hotel das von einer Diözese betrieben wird, hat unter anderen wunderschöne, romantische Bungalows am See. Sie sind 150 m vom Haupthaus gelegen und wir sind, vielleicht ein Wächter am Haupthaus, die einzigen Anwesenden in der Nacht. Das Gelände war offen und wird tagsüber auch von Einheimischen genutzt. Einen Stuhl stellen wir sicherheitshalber gegen die Tür und unser Geld wandert in ein Versteck. Mehrere Menschen die dort leben versichern uns in den nächsten Tagen , daß niemand aus der Gegend etwas stehlen würde. Abends essen wir im Hotel Reis mit Tomatensoße.

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Bergseite vom Malawisee

Bungalow am Malawisee

Blick Richtung Malawi

Tropenkrankenhaus

Elfter Tag: Matema.

Gut ausgeschlafen begrüßen wir unser Paradies. Das Frühstück ist gut, aber es gab in jeden Hotel eigentlich immer das gleiche Frühstück. Nur der Toast war qualitativ unterschiedlich. Danach baden wir ausgiebig. Wir möchten am liebsten dort bis zur Rückreise nach Deutschland bleiben. Die Sache hatte nur einen Haken. Notwendige Medikamente hatten wir in den Etappen zurück gelassen damit Sie nicht verloren gehen können. In der Hauptsache Lungenmedikamente aber auch Schmerzmittel gegen Arthrose und Malariamittel. In Marsabit (Nordkenia) gab es auch schon mal das gleiche Problem. In einer Apotheke gab es ein Lungenmedikament das einen geringeren Wirkstoffgehalt hatte. Es war kombiniert mit einem anderen hilfreichen Wirkstoff. Doxyzyklin als Malariaprophylaxe war ebenfalls vorrätig. Praktisch vor dem Hotel gibt es ein richtiges Tropen-Krankenhaus und unsere Hoffnung richtete sich darauf. Die Sache fängt gut an, wir treffen einen jungen Mann namens Michael aus Deutschland der im Hotel in einem Bungalow wohnt und von der Nachtschicht kommt. Michael arbeitete als Volontär (Pfleger) für ein Jahr in dem Hospital. Dieser Bungalow hat eine eigene Geschichte. Er wurde von dort ehemals gastarbeitenden Krankenschwestern aus Berlin gestiftet. An dem Bungalow ist deshalb eine Tafel mit dem Namen Berlin angebracht. Er ist sofort bereit mit ins Hospital zu gehen. Er stellt uns ausnahmslos allen Ärzten mit Händeschütteln vor. Vor uns gibt es nur zwei Patienten und wir kommen zügig durch die Instanzen. Wie in Marsabit, können wir gleichwertige Medikamente erhalten. Das Verschreiben der Medikamente ist kostenlos. Wie wir später erfahren sind die Medikamente nicht subventioniert, trotzdem kosten Doxyzyklintabletten, die in Deutschland zu den billigen Medikamenten zählen, nur ungefähr 20% des deutschen Preises. Die Lungenmedikamente haben einen anderen Wirkstoff, so daß man keinen Vergleich ziehen kann. Sie sind aber ebenfalls billig. Michael bietet uns eine Führung durch das Krankenhaus an, eine Genehmigung seitens der Klinik ist kein Problem. Wir lernten alle Bereiche kennen. Die Entwicklung des Hospitals, die Finanzierung, die Statistiken, welche Medikamente zur Verfügung stehen, die Ausstattung mit Geräten, Beschaffung von Blutkonserven und deren Lagerung, wie die Patienten behandelt werden und was sie bezahlen müssen usw. Die Patienten werden von ihren Angehörigen betreut. Dafür gibt es außerhalb des Hospitals Kochstellen und ein Gelände auf dem persönliche Wäsche gewaschen wird. Nachts schlafen bis zu zwei Angehörigen neben den Betten der Patienten auf der Erde. Die dazugehörigen Kinder schlafen unter den Betten. Alle Ärzte, darunter auch Gastärzte sind mit im Gespräch und man merkte ihnen ihr Engagement an. Jedem Patienten werden ein paar nette und aufbauende Worte gesagt. Wir erfahren, daß das Krankenhaus erst vor 3 Monaten von außerhalb mit Elektrizität versorgt wird. Vorher gab es nur 3 Stunden am Tag durch Selbstversorgung Strom. Nur ganz wichtige Funktionen wurden noch von einem kleineren Aggregat aufrecht erhalten. Dreieinhalb Stunden dauert die Führung. Danach wollen wir unseren Bungalow verlängern. Der Hotelangestellte sagte uns, daß wir aber nicht mit Dollar bezahlen können und es in ganz Matema kein Umtausch möglich ist. Wieder weiß Michael Rat. Der Hotelmanager wäre noch in der Nähe und der hat vor, nach Kyela zu fahren und ihm kann man vertrauen. Wir erwischen ihn noch und er ist bereit, für uns Dollar in Tansanische Schillinge in Kyela zu tauschen. Anschließend baden wir ausgiebig und besuchten ein Nachbarhotel. Dort gibt es Bier. Abends essen wir wieder Reis mit Tomatensoße. Wir sind sehr wählerisch mit dem was wir essen. Wir waren schon fünfzehn mal in Afrika und außer Lehrgeld auf unserer ersten Afrikareise, haben wir noch nie Probleme gehabt. Unser Geld bekommen wir am Abend. Wir buchen unseren schon gebuchten zwei Übernachtungen sieben weitere dazu. Eine Verlängerung ist dann immer noch möglich.

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Küche für Angehörige

Wetter verändert sich

Idylle

Umgebung Vom Hotel

Zwölfter Tag: Matema

Schönes Wetter und Michael sagt das er den Malawisee noch nie so ruhig gesehen hat. Auf dem See sollen Winde auftreten die ein Segeln unmöglich machen. Wir genießen das Baden. Mittags essen wir mal zur Abwechslung Reis mit Gemüse. Im Hotel gibt es eine kleine Strandbar in der, wenn man sich bemerkbar macht, Getränke kaufen kann. Mangogetränk im Tetrapack gefällt uns gut. Abends verabreden wir einen Ausflug mit einem Fischer. Mit dem Kanu nach Ikombe, einen Ort am Malawisee ohne Straßenanbindung und zurück zu Fuß am Berg entlang. In der Nacht hat es geregnet und es gibt viel Wellenrauschen.

Dreizehnter Tag. Matema.

Der See ist nicht mehr ganz so ruhig und wir beschließen die Tour zu verschieben. Wir wollten die Tour auch nur noch zu Fuß durchführen. Zwei neue junge Leute aus Deutschland kommen an. Bekannte von Michael. Er arbeitete in einem anderen Hospital jenseits der Berge vom Malawisee. Sie war zu Besuch bei Ihm und hatte sich auf dem Weg über die Berge nach Matema erheblich verletzt. Die Wege waren durch den Regen in der Nacht gefährlich rutschig. Als wir das hörten hatten, sagen wir die Tour ganz ab. Der Fischer bekommt trotzdem sein Geld.

Vierzehnter Tag: Matema.

Wir haben zwölf Stunden geschlafen. In der Nacht hat es wieder geregnet. Die Wellen haben stark zugenommen und wir gehen nur mit den Füßen ins Wasser und laufen am Strand entlang. Erfahren von Michael das außerhalb kiesigen Strandes einem Fischer der Arm von einem Krokodil abgerissen wurde. Hoffentlich respektieren die Biester die Grenzen. Danach laufen wir in Richtung Kyela und begegnen einen Pick Up ähnlich dem der uns nach Matema gebracht hat. Der Weg führt uns an gepflegten Gärten mit Bananenstauden und Kakaobäumen vorbei. Die Häuser sind von einfacher ländlicher Bauart. Das Fahrrad spielt hier eine als Transportmittel wichtige Rolle. Ein kleiner Farbtupfer am Rande des Weges, ein kleiner Biergarten ladet zum verweilen ein. Wir trinken Wasser und hören Musik. Vor dem Rückweg kaufen wir noch eine kleine Flasche tansanischen Brandy. Am Krankenhaus erstehen wir Papaya und Bananen die wir am See essen. Es sind drei junge deutsche Frauen angekommen. Sie arbeiten in Tansania in der Diakonie. Schmeißen sich in die Wellen und schwimmen 50 m weit raus. Gegen Abend sehen wir ein Fußballspiel im Hotel an. Vor dem Tropenkrankenhaus gibt es Hütten, wo die Einheimischen die Fußballweltmeisterschaft sehen können. Abends stürmt es im Zimmer. Die Fenster sind nicht zum schließen. Wir ziehen die Vorhänge durch die Gitter der Fenster und blockieren sie zusätzlich mit Wasserflaschen.

Fünfzehnter Tag: Matema.

Die ganze Nacht hat es gestürmt und gegossen, mit solchem Wetter haben wir nicht gerechnet. Gefrühstückt und bei schlechten Wetter nur rumgehangen.

Sechzehnter Tag: Matema

Morgens kein Regen ist das herrlich. Der Malawisee ist etwas ruhiger. Jörg hat starke Hautprobleme durch eine Pilzinfektion. Die Apotheke des Tropen-Hospitals ist Sonntags geschlossen. Auf dem Markt vor dem Hospital treffen wir einen Arzt. Wir erzählen unser Problem. Er versteht leider nur Bruchstücke, setzt sich aber auf sein Fahrrad und holt Michael, der auf einer Plantage ist, die er von einem Arzt zur Eigenbewirtschaftung bekommen hat. Michael dolmetscht ins Englische. Die Leiterin einer Apotheke wurde auf dem Weg zu Michael von den Arzt ebenfalls informiert. Sie kam hinzu und konnte mir die benötigte Salbe geben. Die Salbe kostete 5000 tansanische Schillinge (etwas über 2,50 €). Wir hatten nur 10.000 tansanische Schillinge. Ich frage Michael ob ich auf das Wechselgeld verzichten darf, er sagt aber das es nicht angebracht ist. Der Arzt hat kein Wechselgeld und fährt nit dem Fahrad wechseln. Dieses Erlebnis ist schon eine Besonderheit. Michael erzählt uns von einem tragischen Unfall. Unweit von unseren Badestrand ist ein kräftiger junger einheimischer Mann heute morgen, obwohl der Wellengang weniger geworden ist, von der Strömung mitgerissen und ertrunken. Am Markt decken wir uns mit Obst ein. Am See informieren wir unsere drei wagemutigen Badenixen von dem Unfall. Sie verzichten auf weiteres Baden. Der Malawisee ist ein Grabensee. Hier können sehr starke Winde mit hohem Wellengang, tückische Fallwinde und sehr starke Strömungen auftreten. Es gibt kein Regen und das Obstessen am Strand ist ein Genuß. Später gehen wir in Richtung Kyela und machen uns beim Zustand der Wege sorgen. Sehr stark verschlammt. Wir hatten gehört das Matema schon öfters über Wochen wegen Überflutungen abgeschnitten war. Um 18 Uhr den Wetterbericht im Fernsehen gesehen. Er kündigte starke Regenfälle für die nächste Zeit an. Wir beschließen sicherheitshalber morgen nach Mbeya zu fahren. Wenn wir erst in Matema festsitzen hat das erhebliche Konsequenzen. Allein ein neuen Flug buchen kann in die Tausende gehen. Abends Reis mit Tomatensoße. Aus dem Fernsehen wissen wir, daß die Bahn von Dar es Salaam nach Kigoma am Tanganjikasee wieder fährt. Schmieden Pläne. Das Wellenrauschen wiegt uns in den Schlaf.

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Pick Up

Schwierige Straße

Überfluteter Reisanbau

Brücke

Siebzehnter Tag: Fahrt nach Tukuyu.

Nachts stark geregnet. Nach dem Frühstück packen wir unseren kleinen Rucksack und verabschieden uns vom Hotel. Wir hatten zwar für zwei Tage länger bezahlt, sprechen aber nicht davon. Treffen noch Michael, der uns viel vermittelt hat, und wünschen ihm noch einen guten Aufenthalt und er uns eine gute Reise. Wir gehen zum Markt vor dem Hospital wo sich das gesellschaftliche Leben abspielt. Wollen erst mit einheimischen Motorradfahrern bis Kyela fahren, haben aber doch Bedenken. Um 14 Uhr finden wir schließlich einen Pkw der uns nach Kyela mitnimmt. Die Straßen sind schrecklich, und wir haben manchmal das Gefühl, wir sitzen in einem Boot. In Kyela finden wir einen Bus der nach Tukuyu fährt. Die Strecke ist in Ordnung und wir sind auf der sicheren Seite. Da es schon kurz vor dem Dunkelwerden in Tukuyu ist, beschließen wir dort zu übernachten. Das Landmark Hotel ist unsere Wahl. Alles sauber und großzügig. Wir machen uns frisch und gehen im Hotelrestaurant essen. Das Essen war gut. Tukuyu liegt auf einer Höhe von 1500 m und man merkt das an den Temperaturen. Das Zimmer kostet umgerechnet mit Frühstück etwas über 15 € für zwei Personen und hat einen Fernseher. Wir sehen ein wenig Fußball und gehen schlafen.

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Achtzehnter Tag: Fahrt nach Mbeya.

Gut gefrühstückt, beschließen wir zügig nach Daressalaam zu fahren um die letzten Tage auf Sansibar zu genießen. Jörg geht noch Geld in der Bank wechseln bevor wir aufbrechen. Unweit des Hotels fährt der Bus mit uns nach Mbeya. Wir wollen gleich bei der Ankunft in Mbeya zum Tazara-Bahnhof gehen um Fahrkarten für den nächsten Tag zu kaufen. Wir kriegen irgendwie mit das der Bus nicht zum Bahnhof fährt und fragen einen anderen Fahrgast wo wir aussteigen müssen. Wir haben Glück, der Fahrgast steigt an einem Umsteigeplatz aus und setzt uns in das richtige Dalla Dalla. Die Karten am Bahnhof bekommen wir ohne anzustehen für den nächsten Tag. Mit dem Dalla Dalla weiter zum Karibuni Center. Haben unseren Rucksack in Empfang genommen und eine Nacht gebucht. Sind zu dem schicken Hotel mit der schönen Aussicht gelaufen und Reis mit Tomatensuppe gegessen. Auf dem Weg ins Hotel Avokados gekauft und dort gegessen. Das Zimmer ist etwas klamm. Das Karibuni Center liegt auf einer Höhe von ungefähr 1700 m und da kann es schon kalt werden. Die Betten waren dementsprechend dick.

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Neunzehnter Tag: Mit dem Zug unterwegs nach Dar es Salaam.

Gut gefrühstückt warten wir auf unseren Start. Wissen nicht so recht was wir machen sollen. Wir fahren mit dem Dalla Dalla um 10.30 zum Bahnhof. Der Zug soll um 14,15 Uhr fahren. Vielleicht gibt es am Bahnhof was zu sehen. Der Bahnhof ist um diese Zeit noch leer. Neuankommende Reisende stellen diszipliniert ihr Gepäck in einer Reihe und später in einer zweiten. Keiner achtet auf sein Gepäck. Es herrscht hier großes Vertrauen darauf, daß niemand etwas stiehlt. Wir decken uns mit Wasser ein. Der Zug ist nicht pünktlich. Wir gehen, was aber kein anderer macht, um das Bahnhofsgebäude herum und richten uns auf dem Bahnsteig ein. Um 15 Uhr kommen alle auf den Bahnsteig. Nach einer Viertelstunde kommt eine Durchsage das der Zug an dem Nachbarbahnsteig hält. Einen ordentlichen Übergang gibt es nicht. Bahnsteig runter und Bahnsteig hoch, alle klettern über die Schienen. Es gibt viele Touristen die den Zug nutzen. Um 16.15 fährt der Zug aus Sambia ein. Unser Abteil liegt wieder am Ende des Zuges wo es keinen Bahnsteig gibt. Wir müssen das Abteil regelrecht entern. Bis zum Einbruch der Dunkelheit sitzen wir im Speisesaal. Wir dämmern durch die Nacht.

Zwanzigster Tag: Mit dem Zug unterwegs nach Dar es Salaam.

Auf der Rückfahrt im Selous-Game-Reserve wieder Tiere gesehen. Die Bahnfahrt vergeht nach unseren Empfinden schneller. In Dar es Salaam angekommen nehmen wir uns ein Taxi. Wir fahren diesmal in das Starlight Hotel das nicht wesentlich teurer ist, aber mehr Komfort bietet. Es ist heiß in Daressalam und die Luft zum schneiden durch die Autos. Wir holen unseren deponierten Rucksack aus dem Hotel Jambo Inn ab. Das Deponieren hat Geld gekostet und deshalb brauchen wir kein schlechtes Gewissen zu haben wegen dem Hotelwechsel. Im Starlight Hotel packen wir unsere Rucksäcke um. Einer soll im Hotel zurückbleiben wenn wir morgen nach Sansibar reisen. Hotelrestaurant ist nicht so toll. Es gibt keine weiteren Gäste.

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Bahnhof in Mbeya

Bahnsteig wechseln

Begegnung

Selous-Game-Reserve

Einundzwanzigster Tag: Safari Sansibar.

Fahrt mit der Taxe zum Hafen. Tickes für die Fähre gekauft. Hin- und Rückpassage kostet 120 Dollar bei der Azam Marine Company. Warten eine Stunde und können uns dann einschiffen. Die Überfahrt dauert knapp 2 Stunden. Fahren anschließend mit einer Taxe für 50 Dollar zur Ostküste. Jambiani liegt an der Ostküste von Sansibar und ist wie das Hotel Blue Oyster, eine Empfehlung aus einem Reiseführer. In Matema hatten vor den Plan Sansibar ausgerechnet das wir für die ganze Reise einschließlich Flug mit 2.100,- € ausgeben. Mit Sansibar wird es erheblich teurer. Das Zimmer kostet 90 Dollar und das Essen ist teuer. Egal, wir wollen das schöne Hotel genießen. Beim Essen hätten wir gerne Abstriche gemacht, es gibt aber keine Alternative außer noch zwei Portionen Brot. Das Meer und die Küste sehen gut aus. Das Hotel ist gut mit Touristen belegt, auch aus Deutschland. Abends scheint der Mond über den Indischen Ozean. Die Zimmer schätzen wir als Zimmer in einem 3 Sterne-Hotel ein. Wir schlafen schnell ein.

Zweiundzwanzigster Tag: Urlaub auf Sansibar.

Um 7Uhr aufgestanden. Es herrscht große Ebbe. Frühstück um 9Uhr. Danach erkunden wir das Dorf Jambiani. Das Dorf ist in einem erbärmlichen Zustand. Dagegen sind die Häuser, die wir in Matema und auf der Bahnfahrt gesehen haben, in einen sehr viel besseren Zustand. Sansibar hat zumindest Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft das die anderen Regionen die wir sahen, kaum haben. Wir hatten uns in Daressalam gewundert das es Hotels gab, wo eine Übernachtung mehrere hundert Dollar kostet und viele Afrikaner dort Gäste waren. Tansania vereint zwei Welten. Wir kaufen ein paar Bananen und zwei Pampelmusen in einem kleinen Laden. Der ärmlichste und schmutzigste Laden den wir je sahen. Mittags Brot und Obst. Nachmittags lange gebadet. Der Sand am Strand ist teilweise wie Puder. Die ersten 30 m im Wasser sind milchig, danach ist es klar. Abends laufen wir noch bei Vollmond lange und weit den Strand entlang.

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Im Inneren der Fähre

Sansibar Ansicht

Mondschein Indischer Ozean

Plantage im Watt

Dreiundzwanzigster Tag: Urlaub auf Sansibar.

Große Ebbe. Vor dem Essen weit am Strand gelaufen. Danach ins Watt. Die Einheimischen haben hier im Watt Felder angelegt. Dazu haben sie spitze Stöcke in der Boden gesteckt und mit Schnüre verbunden. An diesen wachsen eine Art Weichkoralle. Die Struktur ist wie Knorpel. Die Chinesen sind die Abnehmer dieses Produkts. Wir sehen den Frauen zu, die es ausschließlich sind, die die Felder pflegen, abernten und die Ernte abtransportieren. Heute unser letztes Brot mit Papaya gegessen. Beim Abendbrot sehen wir den Mond wie ein glühender Feuerball aus dem Meer aufsteigen.

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Vierundzwanzigster Tag: Urlaub auf Sansibar.

Wir faulenzen richtig. Baden, auf der Liege, baden, in der Hängematte, baden na ja gegessen haben wir natürlich auch. Abends bestellen wir eine Taxe für den Nächsten Tag zu 10Uhr.

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Fünfundzwanzigster Tag: Rückreise nach Daressalam.

Rucksack gepackt. Der Urlaub auf Sansibar ist vorbei und wir verabschieden uns vom Indischen Ozean. Um 10 Uhr kommt keine Taxe. Um 11 ist immer noch keine Taxe in Sicht. Mit einem Dalla zu fahren zögern wir noch. Die Dalla Dalla auf Sansibar sind Pritschenwagen und sehr fremd für uns. Wenn wir nicht rechtzeitig zur Fähre kommen, ist der Flug am nächsten Tag nicht erreichbar. Eine bedrohliche Situation. Ein anderes Reisepaar hat ebenfalls das gleiche Problem mit ihrer Taxe. Wir gehen vor dem Hotel und finden einen Kleinen Bus der uns mitnehmen will. Er muß aber noch warten auf Jemanden der außerhalb des Hotels wohnt und auf sich warten läßt. Inzwischen hat das andere Reisepaar ihre Changse entdeckt, die wollen aber zum Flugplatz. Uns läuft die Zeit davon. Der Jemand ist eine Sie, die es sich anders überlegt hat und wohl ihre Romanze auf Sansibar weiter fortsetzen will und deshalb nicht mehr mitfahren will. Wir schaffen es gerade noch so auf die Fähre zu kommen. Beim Auslaufen sehen wir vom Heck Sansibar entschwinden. Der Mythos Sansibar ist groß, die Realität sieht anders aus. Wohlriechende Düfte sind eine Legende, Stone Town 1997 noch erträglich, hat heute viel mehr Verkehr der den Duft bestimmt. Die Überfahrt war von Wellengang und Wind begleitet und es war herrlich auf der Spitze der Fähre das Auf und Ab der Wellen zu spüren. Vom Hafen fuhren wir wieder zum Starlight Hotel. Bestellen uns ein Taxi für 2 Uhr nachts an einem Taxenpunkt. Packen alle Sachen. Sagen an der Rezeption daß wir um 1.30Uhr geweckt werden möchte. Stellen noch zwei Wecker und schlafen gleich ein.

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Hotel Blue Oyster

Einschiffung

Idylle

Abfahrt

Sechsundzwanzigster Tag: Rückreise nach Deutschland.

Wunderbar geschlafen. Wir wachen durch das Klingeln unserer Wecker auf, das Telefon klingelt durch den Weckdienst, 5 Minuten später meldet sich der Fahrer vom Taxi und wir sind erholt und ausgeschlafen. Die Straßen sind menschenleer so daß wir schon sehr früh am Flughafen sind. Es hätte aber auch anders kommen können und kein Taxi wäre dagewesen. Wir wissen nicht ob und wo man um diese Zeit ein Taxi gleich bekommen hätte. Pauschalreisen sind weniger mit Streß verbunden. Andersherum machen aber diese Ungewißheiten einen Teil des Reizes einer Abenteuerreise aus. Der Flug ging pünktlich ab und brachte uns in achtzehn Stunden wieder nach Deutschland.

Weiter geht die Reise mit der Fähre nach Sansibar

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