Buntbarsche-aus dem Amazonas-Gebiet für das Aquarium

Buntbarsche aus dem Amazonas - Zierfische

 

---Buntbarsche-----Salmler-- ---Welse--

 

 

Zierfische aus Brasilien

Buntbarsche-Amazonas-Gebiet - Cichliden

Cichlidae - (Buntbarsche)

Familie aus der Unterordnung der Barschfische oder Percoida.

Klein bis mittelgroße, meist schön gefärbte Süßwasserfische. Weit verbreitet in den wärmeren Regionen von Asien, Afrika und Amerika. Besonders Artenreich im tropischen Westafrika und in den Ostafrikanischen Seen. Die Körperform reicht vom hechtähnlichen bis zum scheibenförmigen Typ. Die meisten Arten sind mäßig hoch bis langgestreckt. Kopf groß, oft mit gewölbter oder eingedrückter Stirn, Maulöffnung weit mit stark entwickelten Lippen. Augen groß und lebhaft. Schuppen ziemlich groß, meist Kammschuppen. Die Rückenflosse weist einen langgestreckten harten und einen weichstrahligen Teil auf, die ineinander übergehen. Afterflosse meist mit meist 3 Stacheln und einem großen weichen Teil. Bauchflossen weit vorn, unter oder kurz hinter dem Ansatz der Brustflossen angesetzt, gewöhnlich mit 1 oder 2 Stacheln und 5 weichen Strahlen. Seitenlinie meist gegen das Körperende zu unterbrochen. Eine eigenartige Spezialisierung zeigen die Cichlidenarten, die in den Kongofällen im tropischen Afrika leben. Die Fische haben die Fähigkeit, im Wasser zu schweben, mehr oder weniger eingebüßt. Die meisten Buntbarsche sind keine ausgesprochenen Raubfische. Die kleineren Arten sind meist Kleintier- oder Allesfresser. Das gleiche gilt für die Jungfische der Großcichliden, von denen erst die älteren Exemplare zum Teil ausgesprochene Einzelgänger mit Raubfischcharakter werden. Einige Arten bevorzugen Pflanzennahrung. Wenige Arten führen bei hechtähnlicher Gestalt eine Räuberische Lebensweise. Einige Außenseiter ernähren sich zusätzlich zu anderer Nahrung von Schuppen und Augen anderer Fische. Cichliden zählen zu den intelligentesten Fischen. Viele Arten gewöhnen sich an den Pfleger. Buntbarsche könnten eine bevorzugte Rolle in der Aquariumhaltung spielen, wenn nicht Ihr Größe und einige Ihrer Eigenschaften dem entgegenstanden. Manche Arten sind ziemlich unverträglich und bissig. Mit der Revierverteidigung und Brutpflege hängt es zusammen, daß die meistem stark wühlen und keine Pflanzen im Aquarium dulden. Das Cichlidenaquarium kann sich, wenn es richtig gestaltet wird, durchaus mit jedem anderen an dekorativer Schönheit messen. Um so größer das Aquarium ist, um so mehr verschwinden die Unarten. Fast alle Arten, mit Ausnahme der Zwergformen, beanspruchen geräumige Behälter, etwa von 100 cm Seitenlänge und mehr. Als Bodengrund wählt man am besten einen nicht zu feinen Kies, der vollkommen ausgewaschen werden muß. Es kann auch stellenweise in feinen Sand übergehen, um etwas Abwechslung in die Bodenbedeckung zu bringen. Größere Steine und kräftige Wurzelstöcke schaffen notwendige Höhlenverstecke und sehen sehr dekorativ aus. Die Steine sollten auf dem Beckenboden stehen, um nicht unterwühlt zu werden und sie dadurch zum Einsturz kommen. In den schwer zugänglichen Ecken, in denen die Tiere sich nicht voll entfalten können, kann man versuchen, einige härtere Pflanzen in Blumentöpfen einzusetzen. Dekorativ sehen im Aquarium eingeleitete Luftwurzeln des Fensterblattes Monstera aus. Sie können bei der Reinigung des Wassers von gelösten Abfällen sehr gute Dienste leisten. Ballen von Federmoos können lose eingebracht werden. Sie breiten sich am Boden aus und geben dem Ganzen ein natürliches Aussehen. Auch ein Abdecken der Wasseroberfläche mit Schwimmfarnen kann hierzu beitragen. Eine gut wirkende Durchlüftung und Filterung wird fast immer notwendig sein. An die Wasserzusammensetzung stellen die meisten Buntbarsche keine besonderen Ansprüche. Ein Teil ist auch nicht sonderlich wärmebedürftig, wenn auch andere Arten, ihrer tropischen Herkunft entsprechend, Temperaturen zwischen 21bis 32 Grad und mehr benötigen. Als Grundnahrung reiche man eine abwechslungsreiche lebende Kost, bestehend aus Mückenlarven, Wasserinsekten und deren Larven, Kaulquappen, Regenwürmer, notfalls auch Daphnien. Besonders gern fressen einige Arten kleine Fische. Viele nehmen aber auch willig Trockenfutter. Die großen Arten brauchen natürlich großflockiges Futter. Die Brutzeit kündigt sich durch erhöhte Farbigkeit der Tiere. Durch heftige, kämpferische Auseinandersetzung und durch die nun einsetzende, manchmal sehr robuste Balz an. Die meisten Cichliden, deren Familienform die Elternfamilie ist, sind in der Paarbildung wählerisch und schließen nicht selten eine Partnerschaft auf Lebenszeit, mindesten aber ist die "Brutehe" von langer Dauer. Kurz vor dem eigentlichen Laichakt wird der erkorene Laichplatz mit dem Maul und durch wedeln mit den Flossen gereinigt, auch wird er gegen andere Beckeninsassen energisch verteidigt. Im räumlich zu kleinen Zimmeraquarium sind die Tiere unverträglicher als in sehr weiträumigen Becken. Sie verfolgen andere, auch stärkere Tiere heftig, und die Auseinandersetzungen können in vielen Fällen mit dem Tod eines Kämpfers enden. Tiere, die von Jugend miteinander aufgewachsen sind, verfahren oft friedlicher miteinander. Erwachsene sich fremde Tiere, auch beiderlei Geschlechts, können entweder nur mit Hilfe einer Trennscheibe (die kurz vor dem Ablaichen entfernt wird), oder überhaupt nicht einander gewöhnt werden. Auch kann es vorkommen, daß Paare, die monatelang in völligem Frieden zusammen gelebt haben, plötzlich in heftige Kämpfe miteinander verwickelt werden und getrennt werden müssen. Solche Streitigkeiten können auch während der Brutpflege auftreten. Fast alle Buntbarsche sind durch die Fähigkeit gekennzeichnet, Färbung und Zeichnung je nach Altersstufe, Umgebung und Erregungszustand schnell und kräftig ändern zu können.

Substratbrütende Buntbarsche:

Substratbrütende Buntbarsche heften den Laich an Steine, Pflanzen, Wurzeln usw. an und bewachen und pflegen ihn aufopferungsvoll. Durch bestimmte, wedelnde Bewegungen der Flossen oder des ganzen Körpers wird das Gelege im strömenden Wasser gehalten, nicht befruchtete Eier werden ausgelesen. Der Brutplatz wird gegen jede Störung verteidigt. In der Regel ist hierbei eine gewisse Arbeitsteilung zu beobachten, indem eines der Tiere sich mehr um das Gelege, das andere mehr um die Bewachung des Brutplatzes kümmert. Hierbei kann es zu einer regelrechten Wachablösung kommen. Die nach etwa 48 - 72 Stunden ausschlüpfenden Jungfische sind zunächst noch nicht vollkommen ausgebildet. Sie werden, solange sie noch von den Resten des Dotters zehren, vom Brutplatz abgenommen und mit dem Maul in eine zuvor angelegte Grube gebracht, die häufig so versteckt liegt, daß der Pfleger bis zum Freischwimmen der Jungfische von deren Anwesenheit nichts erfährt. Nach weiteren 4 - 6 Tagen erscheinen die Jungfische in Begleitung der Eltern als ein dichter Schwarm, der sich in der Regel in nächster Nähe des Grundes aufhält. Die Brutpflege kann bis zu 6 bis 8 Wochen anhalten.

Maulbrütenden Cichliden:

Die Fortpflanzungsweise der maulbrütenden Cichliden weicht von der der Subtratbrüter ab. Der Laich wird in flachen Gruben untergebracht und von einem der beiden Eltern, manchmal auch wechselweise von beiden Teilen, ins Maul genommen, wo er sich entwickelt. In dieser Zeit nimmt der pflegende Fisch keine oder nur wenig Nahrung auf, Die schlüpfenden Jungen werden erst mit dem Eintritt der Schwimmfähigkeit aus dem Maul entlassen, finden aber dann noch eine weile bei drohender Gefahr darin Unterschlupf. Die Jungfische sind sehr gefräßig und schnellwüchsig. Da sie im Augenblick des Freischwimmens schon ziemlich groß sind, kann die Ernährung die Infusorienstufe übersprungen werden.

Zwergcichliden:

Eine Sonderstellung nehmen die Zwergcichliden ein, die ebenfalls in der Weise der substratbrütenden Buntbarsche Brutpflege üben, aber von deren Verhalten in einigen Punkten erheblich abweichen. Sie wühlen nicht und schonen die Pflanzen. In den meisten Fällen übt das Weibchen die Brutpflege allein aus (Mutterfamilie).

Einige Arten:

Aequidens - Apistogramma - Astronotos - Chaetobrachopsis - Cichlasoms - Crenicara - Crenicichla Etroplus - Geuphagus - Haplochromis - Hemichromis - Hemhaplochromis - Herichthys - Juldochromis - Labeotrpheus - Lamprologus - Nannacara - Pelmatochromis - Pelvicachromis - Pseudotropheus - Pterophyllum Steatocranus - Symphysodon - Teleogramma - Tilapia - Tropheus - Uaru

Aquariumfische - Aquarium - Fische - Zimmeraquarium - Aquarien

Buntbarsche aus dem Amazonasgebiet

x Aquariumfische aus dem Amazonasgebiet

 Astronotus oxelatus

-Aequidens duopunktatus

-Chaetobranchus bitaeniatus

-Uaru amphiacanthoides

Pfauenaugenbuntbarsch

Zweipunktbuntbarsch

Goldcichlide

Keilfleckbuntbarsch

 Cichlasoma crassa

 Cichlasoma dimerus

 Cichlasoma fesstivum

 Cichlasoma severum

Smaragdbuntbarsch

Dimerus-Buntbarsch

Flaggenbuntbarsch

Augenfleckbuntbarsch

 Geophagus brasiliensis

 Gymnogeophagus rhabdotus

 Pterophyllum scalare

 Symphysodon discus discus

Brasilpermutterfisch

Gestreifter Erdfresser

Skalar

Echter Diskus

 Apistogramma agassizi

 Apistogramma bitaeniato Querbinden-

 Apistogramma borelli

Zwergbuntbarsch

Zwergbuntbarsch

Borellis Zwergbuntbarsch

 Apistogramma gibbiceps

 Apistogramma pertensis

 Apistogramma trifaciatum

Ramskopf Zwergbuntbarsch

Amazonas Zwergbuntbarsch

Gelber Zwergbuntbarsch

Buntbarsche aus dem Amazonasgebiet - Cichliden

. Zierfische aus dem Amazonasgebiet für das Zimmer-Aqarium

Astronotus

Südamerikanische Gattung aus der Familie der Buntbarsche oder Cichlidae. Verhältnismäßig hoher. Seitlich zusammengedrückter, kräftiger Körper, großer Kopf und große Augen. Es sind nur wenige Arten bekannt.

Astronotus oxelatus (Pfauenaugenbuntbarsch)

Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Körper vor allem im Alter relativ hoch und sehr kräftig. Maulöffnung groß. Augen weit oben angesetzt. Alle senkrechten Flossen abgerundet. Brustflossen sehr groß. Länge, auch im Aquarium, bis 25 cm, doch schon mit 10 cm fortpflanzungsfähig. Färbung und GU: Die Art ist dadurch bemerkenswert, daß die einzelnen Altersstufen ganz verschieden gefärbt sind, wobei kleine Tiere von 3 - 4 cm Länge Korallenfischen ähneln. Eben geschlechtsreife gewordene Tiere zeigen auf olivgrünem bis bräunlichem Grund schöne gelbliche, unregelmäßige Bänderzeichnungen und Flecke, die auch auf die Flossen übergehen, ferner einen auffallenden, hell umrandeten Augenfleck auf der Schwanzwurzel. Es heißt, da? das Männchen am Grund der stachligen Rückenflosse drei schwarze Flecke tragen soll, doch dürfte dieses Merkmal kaum für alle Exemplare gültig sein. Verbreitung: In den Seitengewässern der großen Ströme im mittleren Südamerika. Haltung und Zucht: Wühlt stark, ist gefräßig und räuberisch. Durch seine Ausdauer ist er in der Lage auch wesentlich schnellere Fische zu erjagen. Temperaturen zwischen 22 - 25 Grad, zur Zucht 26 - 28 Grad. Bei dieser Art sind Fälle von Hautsekreternährung der Jungfische beobachtet worden.

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Zierfische aus dem Amazonasgebiet

Aequidens (mit gleichlangen Zähnen)

Gattung aus der Familie der Buntbarsche oder Cichlidae (Cichliden). Fische von relativ hohem, seitlich mäßig zusammengedrückten Körperbau. Der Kopf ist groß, die Stirn steigt im Bogen steil an, bei älteren Exemplaren kann sie auch eingedrückt sein. Die Augen sind ziemlich groß. Die senkrechten Flossen sind bei den Männchen leicht bis stark zugespitzt oder fädig verlängert, die Schwanzflosse jedoch abgerundet. Die Gattung ist über Südamerika verbreitet und gehört unter den hier vorkommenden Cichliden zu den friedlichsten, wenn man von den Zwergbuntbarschen absieht. Einige Arten wühlen nicht besonders stark und schonen die Pflanzen. Haltung, Fortpflanzung und Zucht entsprechen denen der übrigen Buntbarsche.

Aequidens duopunktatus (Zweipunktbuntbarsch)

Vorkommen im Amazonasgebiet, Umgebung von Manaus; bis 18 cm. Körper verhältnismäßig niedrig und langgestreckt, seitlich abgeflacht. Hellbraun bis graubraun, Rücken dunkler, Bauch weißlich. Iris des rellativ großen Auges rot, unter dem Auge eine Reihe schmaler, grünlicher Glanzstreifen. Hinter dem Auge beginnt eine dunkelbraune, unscharf begrenzte Längsbinde, die auf der Schwanzflosse endet, sie schließt in der Körpermitte einen ovalen tiefschwarzen Fleck ein, über dem sich ein zweiter Fleck befindet. Ein dritter kleiner Fleck befindet sich am oberen Ende des Schwanzstiels. Geschlechtsunterschiede in der Färbung unbekannt. Maulbrüter, Elternfamilie. Bis zu 300 Eier werden auf Steinen abgelegt und nach etwa zwei Tagen abwechselnd ins Maul genommen, wo sie etwa eine Woche bleiben.

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. Aquariumfische aus dem Rio Negro,

Chaetobranchus / Chaetobranchopsis

Südamerikanische Gattung aus der Familie der Buntbarsche oder Cichlidae (Cichliden). Körper gedrungen, relativ hoch, seitlich stark zusammengedrückt. Kopf groß.

Chaetobranchus bitaeniatus (Goldcichlide)

Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Schuppen ziemlich groß. Länge bis 12 cm. Gelbgrau-goldglänzend, jede Schuppe umrandet, mit zwei dunklen Längsbinden. Flossen mit weinroten Zeichnungen. Geschlechtsunterschied nicht bekannt. Verbreitung: Stromgebiet des Amazonas. Ziemlich friedlich. Wärmebedürftig; 25 - 30 Grad.

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Uaru (nach einer indianischen Bezeichnung)

Südamerikanische Gattung aus der Familie der Buntbarsche oder Cichlidae (Cichliden).

Uaru amphiacanthoides (Keilfleckbuntbarsch)

Gestalt: Sehr hoher Körper, der im Alter noch an Höhe zunimmt. Seitlich stark zusammengedrückt. Die Stirn steigt steil an. Länge bis 25 cm. Färbung und Geschlechtsunterschied: In den verschiedenen Altersstufen stark wechselnd. Zunächst ganz schwarz. Im halbwüchsigen Zustand mit vielen dunklen Flecken, ab 10 cm Länge mit breitem, keilförmigen Fleck auf gelblichen Grund. Geschlechtsunterschied gering. Rücken- und Afterflossen beim Männchen etwas zugespitzt. Verbreitung: Amazonasgebiet und Guayana. In dunklen Gewässern mit Holzeinlagerungen, zwischen denen die Fische Versteck finden. Haltung und Zucht: Schwierig zu halten und zu züchten. Die Lebensansprüche ähneln denen von Symphysodon. Gehen wie diese schlecht ans Futter. Benötigt wird ein große Aquarium mit Verstecken aus Steinen und Wurzeln und gedämpftes Licht. Im Allgemeinen ruhig und verträglich, wenn auch ab und zu kleinere Streitereien vorkommen. Temperaturen bei 30 Grad sind günstig. Der Erfolg der Zucht ist von passenden Paaren abhängig.

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Cichlasoma (mit Körper wie Cichla)

Südamerikanische Gattung aus der Familie der Buntbarsche oder Cichlidae (Cichliden). Mit vielen Arten über die tropischen und subtropischen Gebiete Mittel- und Südamerikas verbreitet, Körper mehr oder weniger länglichoval, Kopf groß, Augen groß und lebhaft. Flossen meist von mäßiger Höhe. Rücken- und Afterflosse beim Männchen gewöhnlich zu schwachen Spitzen ausgezogen. Im Verhalten fast durchweg echte Buntbarsche, die wühlen und gegenüber der eigenen Art und anderen Fischen mehr oder weniger unverträglich, aber in ihren Verhalten sehr interessant sind. Wie bei allen Cichliden hat die Größe der Aquarienbecken erheblichen Einfluß auf die Verträglichkeit. In sehr großen Behältern legen die Tiere ihre wenig geschätzten Eigenarten ab.

Cichlasoma crassa (Smaragdbuntbarsch)

Gestalt: Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Seitlich zusammengedrückt. In der Jugend ziemlich langgestreckt, wird aber mit zunehmenden Alter immer hochrückiger. Alte Tiere besitzen eine vorstehende Stirnwulst. Der Smaragdbuntbarsch erreicht eine Länge von 30 cm. In der Jugend ist die Rückenpartie moos- bis smaragdgrün, Seiten und Kopf rost- bis ziegelrot. Diese Färbung verdrängt im Alter die grünen Tönungen fast vollständig. Eine schmale, schwarze Längsbinde von der Schwanzwurzel zum Kopf, ist aber je nach Stimmungslage vorhanden. Zwei mehr oder minder deutliche schwarze Flecke finden sich auf dem Schwanzstiel und in Körpermitte. Der Geschlechtsunterschied ist nur gering. Das Weibchen weist eine vergrößerte Genitalpapille in der Laichzeit auf. Verbreitung: In größeren Gewässern des Amazonasgebietes und Surinam. Eine robuste farbenschöne Cichlidenart, die große Aquarien benötigen. Temperaturen zwischen 20 - 24 Grad.

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Cichlasoma dimerus (Dimerus-Buntbarsch)

Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Weitläufig verbreitet in Südamerika: Amazonasgebiet, Parana-Flussbecken und Zuflüsse des Rio Paraguay. Sie bewohnen dort meist stehende Gewässer, oder überflutete Uferabschnitte. Größe bis 12 cm. Temperaturen zwischen 23 - 27 Grad sind ausreichend. Die Tiere sind bei einer Beckengröße über 250 l einigermaßen friedlich gegenüber Artgenossen.

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Cichlasoma fesstivum (Flaggenbuntbarsch)

Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Im gesamten Typ von den übrigen Arten ziemlich stark abweichend. Der Körper verbreitet sich, von dem großen und spitzen Kopf beginnend, nach hinten zu stark. Seitlich kräftig zusammengedrückt, wirkt mit zunehmenden Alter etwas unproportioniert. Die Kehlpartie mit dem kleinen, endständigen Maul sinkt dann immer mehr ein, während die Stirn sich weiter vorschiebt. Rücken- und Afterflosse zugespitzt, beim Männchen ausgezogen, Schwanzflosse fächerförmig abgerundet, Bauchflossen im zweiten Strahl stark verlängert, reichen zurückgelegt bis zur Mitte der Afterflosse. Länge bis 15 cm, Weibchen etwas kleiner. Färbung wie bei allen Cichliden recht veränderlich. Im allgemeinen gelblichgrau bis grün. Ein dunkles Band von der Schnauzenspitze bis zum oberen Ende der Rückenflosse. Die Färbung über dem Band ist meistens dunkler. Auf den Flanken erscheinen zeitweise dunklere Querbänder, die aus lose aneinandergereihten Flecken bestehen. Auf der Schwanzwurzel ein dunkler, hellumrandeter Fleck. Das Männchen ist stattlicher, Flossen spitzer ausgezogen, die blaugrüne Kehlpartie tritt stark hervor. Die Genitalpapille ist bei den Geschlechtern unterschiedlich geformt.

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Cichlasoma severum (Augenfleckbuntbarsch)

Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Stirn steigt steil an, Bauchlinie flach. Länge über 20 cm. Färbung und Geschlechtsunterschied: Auf gelblichem Grund bei jungen Tieren 8 - 9 dunkle Querbinden, die später mehr und mehr verschwinden. An den Flanken zahlreiche braunrote, oft ineinanderlaufende Tüpfel, Flossen grünlich bis bräunlich. Am Grunde des weichen Teiles der rücken- und Afterflosse je ein dunkler Fleck, die hellumrandet und durch eine dunkle Querbinde miteinander verbunden sind. Iris blutrot. Männchen besitzen spitz ausgezogene Flossen, sind zeitweise kräftiger in der Farbe. Verbreitung: Das ganze nördliche Südamerika. Haltung und Zucht: Wie bei allen substratbrütenden Buntbarschen. Temperaturen 23 - 25 Grad, zur Zucht 25 - 28 Grad.

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Geophagus (Erdfresser)

Südamerikanische Gattung aus der Familie der Buntbarsche oder Cichlidae. Fische von relativ hohen Körperbau, seitlich zusammengedrückt. Kopf oft groß und spitz, Augen lebhaft. Wegen ihrer Größe benötigen die meisten Arten geräumige Aquarienbecken. Zum Teil starke Wühler und rauflustig, zum Teil auch relativ friedlich. Der Name ''Erdfresser'' bezieht sich auf die Gewohnheit dieser Fische, den Boden nach Futtertieren zu durchsuchen und durch ''Pusten'' freizulegen. Einige Arten üben Brutpflege nach Art der meisten südamerikanischen Buntbarsche, einige sind Maulbrüter, manche sollen wenigstens bei Gefahr ihre Jungen ins Maul aufnehmen. Im Aquarium konnten diese in der Freiheit gemachten Beobachtungen nicht immer bestätigt werden.

Geophagus brasiliensis (Brasilpermutterfisch)

Vorkommen: Ostküste Brasiliens bis zum La Plata Gebiet im Süden, sowohl im Süß- als auch im Brackwasser. Scheint Gewässer mit steinigem Grund zu bevorzugen. Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Die besonders bei älteren Tiere leicht eingebuchtete Stirnlinie steigt steil an, bei jüngeren ist der Kopf etwas mehr zugespitzt. Rücken und Schwanzflosse verhältnismäßig groß. Länge bis 28 cm, jedoch mit 7 cm bereits fortpflanzungsfähig. Färbung und Geschlechtsunterschied: Auf gelb bis rotbraunem Grund mit veränderlichen Querbinden und zahlreichen, blaugrün leuchtenden Tüpfeln auf Kopfseiten, Flanken und Flossen. Die Rücken- und Afterflosse ist beim Männchen spitzer ausgezogen. Haltung und Zucht: Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Sehr bissig, rauflustig und stark wühlend. Nicht sehr wärmebedürftig. Zur Zucht genügen 23 - 25 Grad. Freilebende Tiere sollen Ihre Jungen bei Gefahr ins Maul nehmen.

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Geophagus gymnogenys (Dunkler Perlmutterfisch)

Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Stirnlinie besonders bei älteren Tieren stark eingedrückt. Bauchflossen und Schwanzflosse sehr groß. Rücken- und Afterflosse sowie Bauchflossen beim Männchen spitz ausgezogen. Länge über 30 cm, im Aquarium bis 20 cm. Fortpflanzung erfolgt schob mit einer Länge von 7 - 8 cm. Bräunlich bis dunkel olivfarbener Grund. Große, grünleuchtende Tüpfel und Striche auf Kopfseiten, Flanken und Flossen. Verbreitung: In ruhigen, klaren Gewässern Südostbrasiliens bis zum La Plata Gebiet im Süden, auch in Nebengewässern der großen Flüsse, besonders in den Uferregionen. Haltung und Zucht: Ein echter Cichlide, sehr bissig, rauflustig und stark wühlend. Nicht sehr wärmebedürftig. Zur Zucht genügen 23 - 25 Grad. Freilebende Tiere sollen Ihre Jungen bei Gefahr ins Maul nehmen.

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Gymnogeophagos

Der mit der Gattung Geophagus verwandten Gattung fehlen die Knochenspangen vor der Rückenflosse. Dagegegen haben die Gymnogeophagos-Arten vor der Rückenflosse einen unbeweglichen Stachel.

Gymnogeophagus rhabdotus (Gestreifter Erdfresser)

Vorkommen: Rio de la Plata, Rio Grande du Sul, Flüsse der Küstenregion Uruguys. Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Wird bis 12 cm groß. Relativ hochrückig, obere Profillinie wesentlich stärker ausgebogen als die untere. Lehm- bis graugelb gefärbt, der Rücken dunkler. Jüngere Exemplare zeigen sieben mehr oder weniger deutliche Querbinden. Die erste verläuft durch das Auge. Die in der Mitte des Körpers liegende Querbinde weist einen ovalen Fleck auf. In der hinteren Körperhälfte befinden sich vier rote, teilweise unterbrochene Längslinien. Schuppen teilweise bläulich schimmernd. Flossen bräunlich bis rötlich mit leuchtend blauen Punkten und Strichen, Ränder blau bis schwarz gesäumt. Den äußeren schwarzen Flossenstrahlen der Schwanzflosse folgt nach innen eine kräftige rote Zone, Bauchflosse blauschwarz mit blauen Strahlen, Brustflossen gelblichgrau. Männchen etwas größer mit verlängerter Rücken- und Schwanzflosse.

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Pterophyllum (Blatt- oder Segelflosser)

Südamerikanische Gattung aus der Familie Buntbarsche. Fast kreisförmiger Körper. Erscheint durch die hochragende, am Grunde beschuppte Rücken- und Afterflosse höher als lang. Seitlich stark zusammengedrückt. Verlängerte Strahlen der Bauchflossen bilden fadenförmige, relativ starre häufig gespaltene Anhänge. Sehr auffallende, dekorativ wirkende und daher beliebte Aqarienfische. Die Blattflosser sind über das tropische Südamerika weit verbreitet. Sie bewohnen stehende langsam fließende, deren Randbewuchs mit Röhricht Schutz bietet, aber auch in klippenreiche Gewässer. Fortpflanzung nach Art anderer, substratbrütender Cichliden, nur werden die Eier an Pflanzenblätter abgelegt und die Jungen nicht in Gruben untergebracht. Ihrer Größe entsprechend benötigen Blattflosser große und hohe Behälter. Temperatur sollte auf Dauer nicht 24 Grad unterschreiten, kann aber bis auf 30 Grad ansteigen. Es wird jede Art Lebendes- als auch Trockenfutter genommen.

Pterophyllum scalare (Skalar)

Gestalt wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Stirn über den Augen mehr oder weniger stark eingeknickt. Obere und untere Strahlen der Schwanzflosse oft fadenförmig verlängert. Länge bis 15 cm, Höhe bis 25 cm. Färbung und Geschlechtsunterschied: Silberglänzend. 4 - 5 mehr oder weniger deutlich hervortretende schwarze Querstreifen setzen sich zum Teil bis in die Flossenenden fort. Verbreitung: Stromgebiet des Amazonas, vor allen Dingen in den Nebengewässern. Meist in Gesellschaft von 10 - 15 Stück, auch mit anderen Cichliden. Haltung und Zucht: Wirken am besten in einem große hohe Aquarium mit aufstrebenden Pflanzen. Der Skalar sollte keinesfalls mit unruhigen Fischen vergesellschaftet werden. Zuchterfolge sind von passenden Paaren abhängig. Ablaichen an Pflanzenblätter, Glasscheiben oder an der Schaumstoffpatrone einer Filteranlage. Die Jungfische schlüpfen nach 48 Stunden. Werden von den Eltern in Blattwinkeln untergebracht oder an den Rändern oder Unterseiten von Blättern aufgehängt. Nehmen sofort nach dem Freischwimmen Artemia.

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Symphysodon

Südamerikanische Gattung aus der Familie der Buntbarsche die mit einigen wenigen Arten, Unterarten und Farbschlägen weit über das Amazonasgebiet verbreitet ist. Es handelt sich bei allen Arten und Unterarten um auffallend geformte und prächtig gefärbte Fische. Körper kreisrund scheibenförmig, seitlich kräftig zusammengedrückt. Kopf relativ klein, ebenso die Mundöffnung. Rücken und Afterflosse stattlich, werden meist gespreizt getragen. Die kleinen Schuppen bedecken auch die Basen beider Flossen. Brustflossen groß, Bauchflossen kräftig verlängert, Schwanzflossen relativ klein und glattrandig. Eine unterschiedliche Zahl von veränderlichen, dunklen Querbinden. Kopf, Stirn und Rücken, bei einigen Formen auch der ganze Körper, sind bei erwachsenen Tieren mit prächtig blaugrün leuchtenden Bändern geziert, die in Längsrichtung verlaufen, aber nicht ganz regelmäßig angeordnet sind. Weibchen weniger lebhaft gefärbt. Mit Sicherheit oft nur während der Laichzeit an der unterschiedlichen Gestalt der Genitalpapille zu erkennen, die beim Männchen spitz, beim Weibchen stumpf ist. Die Fische sind in ihren Heimatgebieten nirgends selten, aber schwer zu fangen, da sie bei Beunruhigung zwischen Holzeinlagerungen oder Pflanzen verschwinden. Der oft schwierig zu pflegenden Fische sind in ihren Lebensansprüchen recht heikel. Sie benötigen große hohe Behälter mit reichlicher aufstrebender Bepflanzung. Gedämpftes Licht hebt die Farben hervor, bei zu hellem Licht werden die Fische blaß. Zur Haltung wird weiches leicht saures Wasser, das über Torf gefiltert sein kann, empfohlen. Im Altwasser sind sie anfällig gegen Krankheiten. Daher ist ein Wasserwechsel zu etwa 1/5 - 1/4 der Gesamtmenge zu empfehlen. Das Wasser soll eine Wärme von 27 - 32 Grad und mehr haben. Besonders schwierig ist die Fütterung. Die Tiere verhungern lieber, als daß sie eintönige oder nicht zusagende Nahrung annehmen. Schlammrohrwürmer (Tubifex) scheinen sie jedem anderen Futter vorzuziehen, weil diese wahrscheinlich am ehesten ihren heimatlichen Nahrungsgewohnheiten entsprechen. Aber auch in diesem Fall bleibt die Abwechslung der wichtigste Fütterungsgrundsatz, da die Fische plötzlich die Annahme einer bestimmten Nahrung verweigern. Neben allerlei Lebendfutter können auch große Trockenfutterflocken, Tubenfutter und gefrostete Futtersorten (Artemia u.a.) gereicht werden, außerdem Rindsleber o.ä. Ersatzfutter. Übertrieben wählerische Tiere oder Futterverweigerer sind vermutlich von inneren Parasiten befallen. Die Zucht ist recht schwierig, gelingt heute aber schon regelmäßig. Ich hatte ein 600 l Aquarium mit 5 Diskusfische, 30 Neonfische und einen Saugwels (Panaque suttoni) besetzt. Das Wasser hatte eine Härte von 3° dGH. Davon wurden täglich 20 l mit Frischwasser gleicher Härte ausgetauscht. Ein Diskuspaar laichte regelmäßig ab und der Laich wurde von den Neonfischen aufgefressen. Eine Glasscheibe schuf Abhilfe in dem sie dem ständig laichenden Paar ein drittel des Aquariums abteilte. Die Diskusfische laichten wie bisher an der Glasscheibe des Aquariums ab, siedelten den Laich aber nach einigen Stunden zu einer Schaumstoffpatrone, die eigentlich als Vorfilter gedacht war, um. Nach etwa 50 Stunden wurden von den Eltern die Jungfische aus den Eihüllen herausgesaugt und wieder an den ursprünglichen Laichort angeheftet. Später umschwammen die Jungfische die Eltern im dichten Schwarm. Sie zupften irgendwelche Teilchen von der Haut eines der Elternteile. Nach gewisser Zeit erfolgte der Übergang auf den anderen Elternteil nach einer Ablösungszermonie, die aus Flossenzucken, Schräglage und Nebeneinanderschwimmen bestand. Danach setzte sich das Elternteil ruckartig ab, wonach sich die Jungfische sofort dem sich anbietenden Elterntier zuwandten. Nachts wurden die Jungfische wieder an die Scheibe angeheftet. Zwei Tage erfolgte so die Fütterung. Am dritten Tag fraßen die Elterntiere ihre Jungen auf. Nach einem Bericht gelang eine Aufzucht mit der Fütterung von Rädertierchen, Nauplien und Salinenkrebschen, Grindalwürmchen und von den Eltern "vorgekauten" Tubifex. Das Wachstum war dabei verhältnismäßig rasch. Das Hautsekret der Eltern wurde noch sehr lange als zusätzliche Nahrung aufgenommen.

Symphysodon discus discus (Echter Diskus)

Gestalt: Wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Länge bis 20 cm. Den gesamten rotbraunen Körper überziehen in Längsrichtung zahlreiche wellenförmige Glanzstreifen die sich auch in die Rücken- und Afterflosse erstrecken und sich im weichstrahligen Teil dieser Flossen in Tüpfelreihen auflösen. Von den neun dunklen Querstreifen sind der erste, der fünfte und der neunte sehr kräftig dunkelblau bis schwarz gefärbt. Verbreitung: Mittlerer Amazonas, Rio Negro und andere.

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Symphysodon aequifasciata axelrodi (Brauner Diskusfisch)

Gestalt: Wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Länge bis14 cm. Grundfarbe hell-gelblichbraun bis dunkelbraun. Neun senkrechte Streifen, von denen der erste und der letzte am dunkelsten sind und immer sichtbar bleiben. Glanzstreifen nur auf Wangen, Stirn und vorderer Rücken- und Afterflossenbasis. Iris rot. Vorkommen im Amazonasgebiet.

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Symphysodon aequifasciata haraldi (Blauer Diskusfisch)

Gestalt: Wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Länge bis12 cm. Grundfarbe gelblich-braun, nach dem Rücken zu dunkler, nach dem Bauch zu heller werdend. Neun dunkelblaue Querstreifen, von denen der erste und der Letzte am kräftigsten gefärbt sind. Die Leuchtstreifen bedecken fast den ganzen Körper, mit Ausnahme der Partie um die Brustflossen und dahinter. Westliches Brasilien im Bereich des Amazonas.

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Symphysodon discus (Pompadour- oder Diskusfisch)

Gestalt: Wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Länge bis15 cm. Eine der prächtigsten Diskusarten. Die Glanzstreifen ziehen auf rötlichbraunem Grund über den gesammten Körper und greifen auch auf die Flossen über. Von den neun dunklen Querstreifen sind der erste, der fünfte und der neunte sehr kräftig. Iris gelblich. Verbreitet im gesamten Amazonasgebiet.

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Apistogramma

Gattung aus der Familie der Buntbarsche oder Cichlidae die in ihrem Vorkommen auf Südamerika beschränkt ist. Der Lebensraum sind die Flußoberläufe in sonnigen, schmalen Seitengewässern mit weichem Untergrund. Der Körper ist mehr oder weniger länglich und durchweg von geringer Größe. Sie zählen zu den Zwergcichliden, einer sich aus mehreren Gattungen zusammensetzenden Gruppe von Buntbarschen, die keine systematische Einheit darstellt. Gemeinsame Merkmale finden sich bei einem Teil der Arten in der Färbung. Eine solches sind z. B. die Gelbfärbung der Weibchen und die schwarze Kopfbinde. Sichere Zeichen für "echte" Apistogramma sind auf dem Gebiet des Verhaltens, besonders in der Fortpflanzung, zu suchen. Alle Arten sind ihrer Größe entsprechend und im Vergleich mit ihren größeren Verwandten relativ friedlich. Sie wühlen wenig, da sie in Höhlen brüten, auch schonen sie die Pflanzen. Die Brutpflege erfolgt in der von den nichtmaulbrütenden Cichliden bekannten Weise. Die Tiere benötigen nicht zu kleine Behälter mit vielen Höhlenverstecken und einer dichten Bepflanzung. Möglichst weiches Wasser ist bei einigen Arten notwendig. Die Eier werden in einem Gelege an Steinen, Wandungen, Höhlendecken oder auch an Pflanzen abgelegt. Während der Brutpflege sind die Tiere gegen Störung sehr empfindlich. Die schlüpfenden Jungfische werden bis zum Ende der Larvenzeit in schwer zugängliche Verstecke untergebracht. Sie erscheinen nach 10 - 12 Tagen unter der Obhut der Eltern oder eines der Elternteiles. Es werden von Anfang an feines Staubfutter, Mikrofutter, Artemia-Nauplien und Spezialtrockenfutter genommen. Ist das Becken genügend groß, können auch mehrere Paare nebeneinander pflegen.

Apistogramma agassizi (Steindacher) (Zwergbuntbarsch)

Gestalt: Wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Körper langgestreckt, wirkt zeitweise eigenartig steif, da die Rückenlinie fast gerade verläuft. Der Bauch kann beim Männchen etwas eingefallen wirken. Seitenlinie nur schwach entwickelt. Die mittleren Strahlen der Schwanzflosse sind beim Männchen stark verlängert: die Flosse ist speerförmig, Schuppen verhältnismäßig groß. Senkrechte Flossen beim Männchen etwas zugespitzt. Länge bis 8 cm, Weibchen bis 6 cm. Färbung: Variiert je nach Herkunft. Männchen blaugrau bis blaugrün mit leuchtenden Glanzflecken und einem breiten schwarzen Längsband an den Seiten. Das Weibchen lebhaft gelb mit tiefschwarzen Signalflecken oder Binden. In gewissen Situationen kann das Weibchen dem Männchen sehr ähnlich sein. Verbreitung: Stromgebiet des Amazonas, einschließlich der mittleren Nebenflüsse, sowie im Oberlauf des Parana und Rio Paraguay.

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Apistogramma bitaeniato (Querbinden-Zwergbuntbarsch)

Peruanischer und mittlerer Amazonas; bis 7 cm, Weibchen etwas kleiner. Langgestreckt, seitlich stark zusammengedrückt, Stirn der Männchen stark gerundet. Augen oberhalb der Kopfmitte, Iris schwärzlich. Männchen dunkel olivgrau, Bauch heller. Zwei schwärzliche Längsbinden, von denen die untere, breitere im vorderen Körperbereich nur schwach ausgebildet ist. In der oberen Binde ein schwarzer Fleck, Kopf schwärzlich, die dicken Lippen blauschwarz. Zwei Binden vom Auge zum unteren Kiemendeckelwinkel bzw. zur Oberlippe. 2 - 3 weinrote Punktreihen vom Augenrand entlang dem Rückenfirst bis zur Schwanzwurzel. Die Rückenflosse schwarz, darüber eine gold- bis ockergelbe Binde, Flossenhäute weiter außen weinrot, Stacheln gelb, nur die drei ersten schwarz, Analflosse ockergelb, mit weinroten Strichen entlang den Flossenstrahlen, Schwanzflosse zweizipflig, am Grunde ockergelb, nach außen hin grünlichgelb, mit kräftigen weinroten Längsstreifen und 3 bis 4 Querstreifen im äußeren Teil des Mittelfeldes, Bauchflosse ockerfarben mitweinroten Spitzen. Weibchen viel dunkler, Bauch heller, bis schwefelgelb, Längsbinden wie beim Männchen, jedoch erstreckt sich die obere bis in die Basis der eigentümlich schräg abgerundeten Schwanzflosse, auf dem Schwanzstielende eine schwarze Querbinde, davor fünf weitere, weniger deutliche Binden.

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Apistogramma borelli (Borellis-Zwergbuntbarsch)

Etwas gedrungener wirkend wie in der Gattungsbeschreibung angegeben. Dieser Eindruck beim Männchen verstärkt durch die kurze Schnauze mit den ausgesprochen wulstigen Lippen, die dem Fisch etwas "Bärbeißiges" geben. Flossen beim Männchen stark entwickelt, beim Weibchen klein und abgerundet. Die Rückenflosse bei ausgewachsenen Männchen sehr hoch, 3. Und 4. Hartstrahl erheblich verlängert, weicher Teil spitz ausgezogen. Die äußeren Strahlen der Schwanzflosse ebenfalls kräftig verlängert, Hinterrand konkav. Seitenlinie unvollständig. Männchen bis 7,5 cm, Weibchen kleiner. Färbung: Männchen graubraun bis Bläulich. Ein dunkles Längsband vom Auge zur Schwanzwurzel, darüber und darunter je eine Reihe dunkler Flecken, die sich manchmal auch zu durchlaufenden Querbinden verdichten können. Die bekannten Apistogammabinden an den Wangen fehlen. Beim erwachsenen Männchen in der oberen Schwanzflosse einige rötliche, dunkel umrandete Flecke. Weibchen graugelb gefärbt mit einem dunklen Längsband. In der Laich- und Brutzeit verändert sich die Färbung. Der Körper ist dann kräftig gelb. Von diesem Untergrund heben sich markant eine tiefschwarze Längsbinde, die bekannte Winkelzeichnung am Kopf und die ebenfalls schwarzen Rückenflossenstrahlen ab. Unverträglich in der Laich- und Brutzeit. Verbreitung: Vom mittleren Amazonas und seiner südliche Nebenflüsse bis Bolivien und Peru.

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Apistogramma gibbiceps (Ramskopf-Zwergbuntbarsch)

Vorkommen: Rio Negro; bis 8 cm, Weibchen kleiner. Seitlich kräftig zusammengedrückt, Körper älterer Tiere relativ hochrückig. Braungelb, Rücken dunkler, Bauch heller. Auf dem Kopf mehrere grünlich irisierende Punkte. Eine tiefschwarze Binde vom Auge bis zum unteren Rand des Kiemendeckels, von der Schnauze bis in die Schwanzflossenbasis ebenfalls eine tiefschwarze Längsbinde. Rückenflosse bläulich, rot gesäumt, erste Strahlen der Afterflosse kräftig rot. Männchen in Alter mit deutlichem Kopfwulst, die schwarze Längsbinde tritt meist deutlich hervor. Weibchen kleiner, ohne Kopfwulst, schwarze Längsbinde nur selten deutlich.

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Apistogramma pertensis (Amazonas-Zwergbuntbarsch)

Vorkommen: Amazonas und unterer Rio Negro; bis 5 cm, Weibchen kleiner. Körper langgestreckt, seitlich kräftig zusammengedrückt. Färbung sehr Wechselnd. Grau bis gelblichbraun mit grünlichem Glanz. Alle Schuppen, besonders jedoch die Rückenschuppen, mit dunklem Rand. Vom Auge bis in einem senkrechten Fleck auf der Schwanzwurzel eine dunkle Längsbinde, 7 - 8 schwärzliche Querbinden an den Körperseiten. Sowohl die Längsbinde als auch die Querbinden können bis auf zwei dunkle Flecke reduziert sein, von denen einer in der Körpermitte, der andere auf der Schwanzwurzel liegt. Vom Auge zieht im Bogen zur Kehle eine intensiv schwarze Binde. Kopf und Kiemendeckel mit einigen grünen und rotbraunen Linien und Tüpfeln. Senkrechte Flossen grau, grün oder Blaugrün, weicher hinterer Teil der Rücken- und Afterflosse mit blaugrünen und rötlichen Punktreihen, vorderer Teil der Rückenflosse orange, die ersten Strahlen schwarz, Schwanzflosse an der Basis violett, Vorderkante der Brustflosse schwarz. Männchen zur Laichzeit mit orangefarbenem Bauch. Weibchen goldgelb bis Orange mit einer Punktreihe auf der Körperseite, Flossen gelblich.

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Apistogramma trifasciatum (Gelber-Zwergbuntbarsch)

Gestalt: Mäßig gestreckt, seitlich zusammengedrückt.4. und 5. Hartstrahl der Rückenflosse beim Männchen kräftig verlängert. Schwanzflosse abgerundet. Männchen bis 4,5 cm, Weibchen etwas kleiner. Färbung: Männchen blaugrau, Bauch gelblich. Mit einem schwarzen Längsband an den Seiten ähnlich Apistogramma agassizi. Verbreitung: Mit einer ganzen Reihe von Unterarten verteilt über das gesamte mittlere Amazonasgebiet. Eine temperamentvolle Art, die nur geringe Ansprüche bezüglich der Wasserzusammensetzung stellt.

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