Reiseberichte von Sanella

Sanella Alben erzählen von Afrika, aus Mittelamerika und Südamerika, Australien und Neuseeland und China, Tibet und Japan

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Mein Wunsch, Abenteuer in fremde Länder zu erleben, wurde schon in früher Kindheit durch Bücher in mir geweckt. Maßgeblich daran beteiligt sind die Bilderserien mit ihren Alben, herausgegeben von Sanella. Anfang der 50er Jahre sammelt die ganze Nation Sanella-Bilder, klebt sie in Alben und fiebert mit einem jugendlichen Helden auf abenteuerlichen Weltreisen mit. Ich möchte meinen Dank an die Magarine-Union AG mit einer Internetfassung, die an eine Zeit erinnert, wo das Reisen in solch ferne Länder eine Utopie war, zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig bedanke ich mich für die Genehmigung der Wiedergabe.

Sanella Album Afrika mit 100 Sanella Sammelbilder

Jürgen Hansen ist ein waschechter Hamburger Junge. An der Wasserkante groß geworden, spielt er am liebsten dort, wo die großen Dampfer aus aller Herren Länder festmachen. Da lagen Schiffe aus Amerika, China und Indien, Australien und Afrika. Sie löschen in der Elbestadt ihre kostbare Ladung. Und es wimmelt nur so von schwarzen und gelben Menschen, Negern und Chinesen, die Bananen und Apfelsinen, Jute und Holz ausladen. Dafür nehmen sie Maschinen, elektrische Geräte und Motoren aus Deutschland an Bord. Oft hörte Jürgen das ihm schon vertraute Kommando von der Schiffsbrücke: ,,Leinen los"! Die Schiffssirenen heulten auf und tuteten über die Stadt hinweg. Die fremden Schiffe nahmen Kurs Elbe, Kurs Cuxhaven, der offenen See, dem Meer zu. Es mußte herrlich sein, jede Woche in einer anderen Stadt, in einem anderen Land zu sein, wie die Schiffsbesatzungen. So ging es Jürgen Hansen durch den Kopf, In ihm reifte der Entschluß. Seemann zu werden. Er wollte die Meere befahren und ferne Länder kennenlernen. Eines Tages war es so weit.. Jürgen Hansen hatte gerade seinen 16. Geburtstag gefeiert. Da erfüllte ihm sein Vater, der alte Lotsenkapitän, den größten Wunsch. ,,Du kannst auf der ,Oldenburg´ als Schiffsjunge anmustern. Ich habe mit dem Kapitän gesprochen", sagte der Vater. Jürgen jubelte vor Freude darüber, daß er nun bald fremde Erdteile sehen sollte, von denen er bisher nur etwas aus Büchern wußte. Die erste Reise ging nach Algier, einer Hafenstadt in Nordafrika. Jürgen war glücklich, endlich selbst Schiffsplanken unter den Füßen zu bekommen.

Als Schiffsjunge hatte auch sein Vater angefangen. Er wollte ein guter Seemann werden, versprach Jürgen dem Kapitän. So kam der Tag der Abreise. Die Familie stand am Kai, als die ,,Oldenburg" ablegte. Die Mutter weinte, aber Jürgen lockte die Fremde. Viel hatte sich Jürgen von der großen Welt erträumt, doch das, was er erlebte, ging über alle seine Erwartungen. Darüber erzählt nun Jürgen in diesem Buch.

Äthiopien - Uganda Kenia Tansania - Madagaskar Mosambik - Südafrika - Westafrika - Kamerun - Guinea Ghana - Mali - Liberia - Teneriffa Madeira - Marokko - Zentralafrika - Kongo - Gabun - Nordafrika

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Sanella Album Mittel und Südamerika mit 98 Sanella Sammelbilder

Kennt Ihr meinen Freund Conny? - Nein? Also den müßtet ihr kennen lernen! Eigentlich heißt er gar nicht Conny, sondern Konrad - Konrad Pünneberg. Aber die Welt nennt ihn Conny. Ja wahrhaftig: alle Welt - Conny steckt nämlich in Amerika. Stellt euch vor, fünfzehn Jahre alt und schon nach Amerika! Nicht in den Vereinigten Staaten oder nach Kanada, wohin jetzt die meisten Leute fahren, sondern nach Mexiko. Ein Glück hatte der Bursche! Aber ich muß es euch schön der Reihe nach erzählen. Kommt da mein Freund Conny eines Tages aus der Schule. Er wohnt mit seiner Mutter in einer kleinen Stadt an der Weser. Pünneberg waren aus den Osten vertrieben. Conny, seine Mutter und seine kleine Schwester. Der Vater ist im letzten Kriege gefallen. Frau Pünneberg mußte sich recht schwer durchschlagen. Ab und zu kam ein kleines Paket von ihrem Bruder aus Amerika. Der hatte in Mexiko eine Farm. Conny kommt also eines Tages aus der Schule nach Hause, sagt ,,Tag, Mutter!", will den Schulranzen schnell in die Ecke werfen und sich wieder aus der Tür drücken, um mit seinen Freunden Fußball zu spielen. Da ruft die Mutter aus der Küche: ,,Conny, komm mal her!" Wie er eintritt, sitzt seine Mutter auf dem Stuhl, hält einen Brief in der Hand und macht ein Gesicht zwischen Lachen und weinen, aus dem er nicht recht schlau wird. ,,Konrad", sagt die Mutter feierlich, ,,hör mal zu! Onkel Karl in Mexiko hat einen Brief geschrieben" Ja, und dann liest sie den Brief vor. Und darin steht, ganz schlicht und selbstverständlich, ob Conny nicht für einige Zeit nach Mexiko kommen wolle.

Was meint ihr wohl: ob der kommen wollte?! Aber, werdet ihr sagen, was kümmert mich das, wenn dein Freund nach Mexiko fährt, wir waren ja doch nicht dabei und haben nichts davon. Langsam, meine Freunde! Denn jetzt kommt´s eigentlich erst, was ich euch erzählen wollte. Als es nämlich dann soweit war, hat Conny hoch und heilig versprochen, mir über alles, was er erlebte, Briefe zu schreiben. Anfangs habe ich geglaubt er flunkert; sitzt da irgendwo in Mexiko, denkt sich Abenteuer und Räubergeschichten aus und schreibt sie nieder. Aber dann hab´ ich gemerkt, daß man sich das, was er mir so schreibt, gar nicht alles so ausdenken kann. Das kann man wirklich nur erleben! Stellt euch vor, Conny war inzwischen nicht nur in Mexiko. Sein Vetter hat ihn mit nach Brasilien genommen, im Flugzeug. Ganz Mittel- und Südamerika hat der Junge gesehen. Ich habe die Briefe alle aufgehoben und für euch schön der Reihenfolge geordnet. Eins kann ich euch noch verraten: Seitdem ich Connys Briefe habe, brauche ich keine Indianer- und Abenteuerschmöker mehr. In den Briefen stehen viele interessante Sachen. Und nebenbei habe ich Land und Leute in Mittel- und Südamerika kennengelernt wie früher in der Schule nicht, wo ich in Erdkunde immer nur 4 minus hatte. Jetzt kriege ich mindestens 2 plus. Ihr könnt euch drauf verlassen.

Mexiko - Venezuela - Guayana und Brasilien - Argentinien - Chile - Bolivien - Peru - Ecuador - Kolumbien

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Sanella Album Australien Neuseeland mit 100 Sanella Sammelbilder

Ich heiße Jim Bradley und bin 16 Jahre alt. Dieses hier ist mein Tagebuch. Als ich noch zur Schule ging, bekam ich immer eine 4 im Aufsatzschreiben. Da ordnete mein Vater eines Tages an, ich solle einmal wöchentlich aufschreiben, was ich so erlebte. Na - und daraus ist dann so nach und nach ein richtiges Tagebuch geworden. Mir machte die Sache Spaß und die Aufsatzzensuren wurden besser. Unsere Farm liegt in Kimberley, im Nordwesten Australiens, gut 150 Meilen von der Küste entfernt. Als mein Urgroßvater vor rund 100 Jahren nach Australien einwanderte, um Gold zu suchen, fand er zwar nur wenig Gold, aber viel, viel Land! Und deshalb begann er schließlich Rinder zu züchten. Er baute seine Station - so nennen wir hier die Farmen, die Vieh züchten - mitten hinein in das Land zwischen Panton, Ord und Margaret, weil es zwischen diesen Flüssen Weide und Wasser für das Vieh gab und vielleicht auch, weil ihm die weite Savanne so gut gefiel. Ich kann das gut verstehen, denn es ist wirklich ein wunderbares Land hier! Besonders im Frühjahr, wenn der Monsun den ersten Regen bringt! Das Gras schießt hoch, und leuchtend bunte Blumen ringeln sich mit ihren Stengeln und Trieben um das wuchernde Akaziengestrüpp. Das ist so schön, daß man es nicht beschreiben kann. Ich möchte jedenfalls an keiner anderen Stelle leben. Wenn es nur manchmal nicht so verflixt heiß wäre! Die Hitze kann uns manchmal schon zu schaffen machen! Dann flimmert die Luft wie ein älter Film im Kino, und die Augen brennen vom Staub und Schweiß. Das Gras wird gelb und braun, und die Flüsse trocknen aus.

Ja - das ist hier in Australien anders als bei euch in Deutschland! Im Sommer kann man hier durch die meisten Flüsse hindurchgehen, ohne nasse Füße zu bekommen. Nein - ich schneide nicht auf! Fast alle Flüsse in Australien führen nur in der Regenzeit Wasser, dann aber häufig so viel, daß sie zu reißenden, gefährlichen Strömen werden. Nicht selten sind dann die Ufer weithin überschwemmt. In der übrigen Zeit des Jahres ist das Flußbett ausgetrocknet. Nur hier und da findet sich ein verschlammtes Wasserloch. Das Wichtigste hätte ich bald vergessen: die Station nannte mein Urgroßvater Green Gate, wegen des grünen Gatters, das den Weg zur Viehtränke verschloß. Green Gate heißt unsere Farm auch heute noch. Natürlich ist das Tor inzwischen ein paarmal neu gemacht worden. Mancher Stier hat schon versucht, die Querbalken auf seine Hörner zu nehmen. Und erst in der vergangenen Woche hat mein Bruder Steve -~ der ein netter Kerl, aber ein schlechter Autofahrer ist - beim Rückwärtsfahren mit dem Lastwagen den rechten Pfosten umgerissen. Aber die Hauptsache: das Tor steht noch wie vor 100 Jahren, und grün ist auch!

Australien Nord-West -Australien - Nord-Australien - West-Australien - Ostküste Australien - Neuseeland

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Sanella Album China Tibet Japan mit 90 Sanella Sammelbilder

Thomas Birkenfeld, den seine Freunde Tom nennen, ist ein Berliner Junge. Sein Vater ist Elektroingenieur, der für eine große deutsche Firma oft Auslandsreisen macht, um die Aufstellung gelieferter Maschinen zu überwachen. Gerade jetzt leitet der Vater den Aufbau einer großen Turbine in einem neuen Elektrizitätswerk in Schanghai (China). Das dauert monatelang, und so hat der Vater Tom eingeladen, ihm in Schanghai zu besuchen. Mit einem Frachter, der für die Firma des Vaters weitere Maschinenteile nach China bringt, ergab sich eine gute und billige Reisegelegenheit. Tom hat seine Mittelschulabschlußprüfung gut bestanden und will Zeitungsreporter werden. Da kann ihm eine solche Weltreise nur nützlich sein. Er soll auch Schanghai nicht warten, bis der Vater seinen Auftrag erledigt hat, sondern in China umherreisen und möglichst viel von diesem merkwürdigen Land kennenlernen. Vater und Sohn wollen dann gemeinsam nach Deutschland zurückfahren. Vielleicht mit der Sibirienbahn, vielleicht auch über Japan und Amerika. Das hängt von den weiteren Aufträgen des Vaters ab ... und von diesem merkwürdigen Land, das einen Reisenden manchmal länger festhält, als ihm lieb ist. Vorerst ist Tom in Hongkong. Bis dahin hat ihm der Hamburger Frachter "Elbestrand" mitgenommen. Das Schiff wird von hier aus mit einer Ladung Kopra nach Hamburg zurückfahren. Mit Händedruck und vielen guten Wünschen verabschiedet sich Tom fast von der gesamten Mannschaft, von Kapitän Ohlsen, der ihm ein väterlicher Freund war, und nicht zuletzt von Hein, dem Leichtmatrosen, mit dem er sich auf der sechswöchigen Reise besonders angefreundet hat. Was hat Tom nicht alles schon gesehen, als er in Hongkong von Bord geht!

Rotterdam und Gibraltar, das Mittelmeer und den Suezkanal, Aden, Kolombo, Singapore und Manila. Er fühlt sich schon gar nicht mehr fremd in dem Menschengetümmel der großen Häfen der Fernen Ostens. Er hätte es sich auch schon zugetraut, allein weiterzufahren von Hongkong nach Schanghai.

Hongkong - Kanton - Kanton-Hankau-Eisenbahn - Schanghai - Nanking - Nanking nach Peking

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