Tunesien Libyen

Reiseberichte Tunesien Libyen

Aus dem Sanella-Album Afrika

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MEIN ZIEL: TRIPOLIS

In Algier angekommen, verabschiedete ich mich von Tom, der mir ein guter Boß war. Er gab mir einen Korb mit Fleisch, Nüssen und Datteln, dazu noch ein Paar neue Schuhe und etwas Geld. Von meinem Plan, nach Tripolis zu trampen, hatte ich ihm nichts gesagt. Bestimmt hätte er mir geholfen. Aber ich wollte allein durchkommen. Auf der Karte war eine Eisenbahnlinie eingezeichnet, die direkt von Algier nach Tunis und von dort zur libyschen Grenze führte. Von hier aber waren es nur noch etwa einhundert Kilometer bis zur Anschlußeisenbahnlinie nach Tripolis. Ich faßte den Plan, als blinder Passagier nach Tripolis zu fahren. Und das war leichter als ich es mir vorgestellt hatte. Während des Nachmittags sah ich mir den Bahnhof in Algier etwas genauer an. Da stand ein Güterzug, von dem ich durch einen glücklichen Zufall erfuhr, daß er nachts in Richtung Tunis abfahren sollte. Zwischen zwei Güterwagen legte ich meinen Burnus auf einen Puffer und verstaute meinen Korb mit Lebensmitteln.

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Im Schutze der Nacht konnte mich so schnell niemand entdecken, da der Bahnhof nicht erleuchtet war. Aber ganz wohl war mir dabei doch nicht. Einige Bahnarbeiter gingen oft so nahe an mir vorüber, daß ich deutlich ihre Stimmen hörte. Ich preßte mich dann dicht an die Stirnwand des Güterwagens, daß mir der Atem stockte. Endlich ertönte der Pfiff der Lokomotive, und der Zug setzte sich in Bewegung. Weit über tausend Kilometer lagen vor mir, aber ich war voller Hoffnung, mein Schiff in Tripolis noch zu erreichen. Die Fahrt ging nun von Algier über Constantine nach Tunis, mal durch felsige Schluchten, mal auf dem Hochplateau, mal durch grünendes Weideland, auf dem Ziegenherden grasten. Als wir kurz vor Tunis auf freier Strecke hielten, setzte ich mich in ein Bremserhäuschen des Güterzuges. Da war ich vorerst sicher aufgehoben.

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Am Tage hätte man mich sehr leicht zwischen den Waggons erblicken können. So kam ich ungeschoren nach Gabes in Tunesien, nahe der libyschen Grenze. Hier war Endstation. Ich mußte mich beeilen, vom Bahnhofsgelände zu verschwinden. Wenn man mich hier gesehen hätte, wäre ich glatt ins Gefängnis gewandert. Und ich wollte doch unbedingt zu meinem Schiff nach Tripolis. Dorthin führte von Gabes nur eine Karawanenstraße. Diese Straße wurde aber auch von Autos befahren. Der nächste Autotransport ging jedoch erst in einigen Wochen nach Tripolis. Ein Kaufmann, bei dem ich mir eine Hanfschnur für mein Gepäck erstand, sagte mir in englischer Sprache, daß in den nächsten Tagen eine Kamelkarawane nach Tripolis ziehe. Diese bestände vor allem aus vielen jungen Kamelen, wofür der Besitzer noch einige Treiber suche. Ich suchte den Führer der Karawane auf und bewarb mich als Kameltreiber. Zuerst musterte er mich mißtrauisch. Schließlich war er ein Araber und ich ein Weißer. Aber bald waren wir uns einig: ich wurde angestellt! In drei Tagen sollte es losgehen.

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Beduinen auf Kamelen

Auf der libyschen Küstenstraße dreht der Autofahrer endlich auf. Mir wird angst und bange dabei. Aber so kann ich in drei Tagen vielleicht am Ziel sein. Da - sieht ihr diese Karawane, die uns majestätisch entgegenzieht? ,,Beduinen", ruft mir der Fahrer zu und versucht, den Wagen zu bremsen. Um ein Haar wären wir mitten in diese Reitertruppe hineingerast.

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 Beduinen auf Kamelen

Kamele, gelegentlich "Wüstenschiffe" genannt, werden als Last- und Reittiere gebraucht. Sie sind sehr leistungsfähig. Das einhöckerige Dromedar ist ein ausgesprochenes Wüstentier mit geringem Wasserbedarf. Es wird im Norden und Osten Afrikas als Lasttier gehalten. Die Urheimat des Dromedars ist wahrscheinlich Arabien.

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Beduinen in ihrem Zelt

Dieser stolze Beduine saß bewegungslos auf seinem Pferd und musterte unsere Karawane als sie an ihm vorüberzog. Ich benutzte natürlich die Gelegenheit einen kurzen Blich in das Innere des Zeltes zu tun, das mit prächtigen bunten Teppichen ausgelegt war. Es muß schön sein, von der Sonne geschützt, auf diesem weichen Lager auszuruhen, dachte ich mir während ich auf dem unbequemen Kamelrücken schaukelnd weiter ritt.

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Beduinen in ihrem Zelt

Die Beduinen bewohnen rechteckige Zelte. Wegen des Nomadenlebens ist ihr Hausrat auf das Notwendigste beschränkt. Als Brennmaterial dient der getrocknete Kamelmist. In der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts kamen die Araber nach Nordafrika, zunächst nur in die Städte. Die Beduinenumwandlung erfolgte etwa im 12. Jahrhundert. Die nordafrikanischen Beduinen unterscheiden sich wenig von denen in Vorderasien und Arabien. Die Araber brachten den Islam nach Nordafrika.

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Afrika

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"Bis dahin kannst du bei mir arbeiten", sagte mir der Mann. Ich wunderte mich immer wieder über die Sprachgewandtheit der Eingeborenen. Sie erzählten mir, daß sie die englische Sprache von amerikanischen Soldaten erlernt hätten, die im Kriege durch Tunesien marschiert waren. Ich war sehr froh, in der Schule wenigstens im Englischen gut aufgepaßt zu haben. Mit der englischen Sprache, so hatte schon mein Lehrer gesagt, kommt man durch die ganze Welt. Gabes ist eine kleine Hafenstadt mit einem schönen breiten Strand. Ich hatte oft Gelegenheit, das Leben und Treiben der Eingeborenen zu beobachten. Es war stets ein neues Erlebnis für mich, zu sehen, wie die Kamele zum Tränken geführt wurden und wie die Frauen mit großen Körben auf dem Kopfe ihre Wäsche ans Meer trugen, um sie dort zu waschen. Besonders seltsam fand ich, daß inmitten des friedlichen Landes alle Männer ein Gewehr mit sich führten, vor allem die nomadisierenden Beduinen, die hoch auf ihren Kamelen mit dem Gewehr in der Hand durch die Gegend galoppierten. Nach drei Tagen brachen wir auf. Zu allem Unglück waren wir jetzt auch noch in einer trostlosen öden Gegend. Ohne Burnus hätte ich diese beschwerliche Tour gar nicht unternehmen können. Als nach einer Stunde der starke Sturm nachließ, hatte ich die Spur Abd el Karis verloren.

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Er war wie vom Erdboden verschwunden. So weit mein Auge reichte, sah ich nur die Berge und Täler der Wüste. Dabei konnte ich höchstens zwei gute Tagereisen von Tripolis entfernt Mit einem Kamel hatte ich mich bereits angefreundet, und von Abd el Kari, so hieß unser Karawanenführer, lernte ich die Kunst des Kamelreitens Die etwa 300 Kilometer, die vor uns lagen, wollte Abd el Kari in vier Tagen zurücklegen. Am zweiten Tag unserer Reise aber ereignete sich ein Zwischenfall, der mir beinahe das Leben gekostet hätte. Ein leichter Wind machte sich plötzlich bemerkbar, und ehe ich mich versah, wurde er so heftig, daß ich mich nur mit Mühe im Sattel halten konnte. Sein. Am Horizont tauchten Palmen auf. Dort mußte eine Oase sein. Ich spornte mein Kamel an. Aber was war das? Eben hatte ich die Palmen links von mir gesehen, jetzt aber standen sie auf der rechten Seite. Eine Sinnestäuschung, eine Fata Morgana? Ich konnte meinen Augen nicht mehr trauen. Und da bekam ich es mit der Angst zu tun. In der Wüste umherirren, kein Wasser finden, verdursten - Schlimmeres konnte ich mir nicht vorstellen.

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Fata Morgana

Es war vor Tripolis, als ich mit Abd el Kari und seine Kolonne in den Sturm geriet. Fast eine Stunde dauerte er, und als er vorüber war, stand ich allein in der Wüste. Da erlebte ich die sagenumwobene Fata Morgana. Das ist eine Luftspiegelung, die schon oft verirrten Wanderern verheißungsvolle Illusionen vorspiegelte.

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Fata Morgana

Fata Morgana = Luftspiegelung, entsteht durch die Brechung der Lichtstrahlen an verschieden warmen Luftschichten. Sie täuscht Wasserflächen, Oasen und andere Menschensiedlungen vor und rückt entlegene Gegenstände in die Nähe. Diese Erscheinung trifft man vor allen Dingen in der Sahara und in anderen heißen, trockenen Zonen an.

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Wasserverkäufer in Tripolis

Durst - Durst - Durst, rief ich als ich den Wasserverkäufer in einer Straße von Tripolis traf. Ich riß ihm förmlich den mit kostbarem Naß gefüllten Becher aus der Hand und trank ihn in einem Zuge leer. War das köstlich! Wer einmal solchen Durst verspürt hat, der zahlt auch gerne den Preis für einen Becher Wasser, denn in Tripolis muß man das Trinkwasser kaufen.

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Wasserverkäufer in Tripolis

Tripolis ist die Hauptstadt von Libyen und zugleich größter Hafen. Von den 106000 Einwohnern sind etwa 40000 Italiener. Tripolis hat viele Moscheen und einen Flughafen. Das alte Kastell stammt aus dem 16. Jahrhundert. Industrien, wie Ölpressen, Müllereien, Tabakverarbeitung sind vorhanden. Handwerkliche Herstellung von Leder-, Gold- und Silberarbeiten.

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Da, plötzlich erschienen auf einem Sandhügel drei Kamelreiter! Sie ritten auf ein Autowrack zu. Das Wrack stammte noch aus dem letzten Kriege. Es war von den Truppen zurückgelassen worden. Als ich mich den drei Reitern näherte, riefen sie mir zu: "Minen - Attention - Minen!" Da mußte man also verdammt vorsichtig sein! Einer der Reiter zeigte mir die Richtung nach Tripolis, und ich erreichte die Stadt kurz vor Sonnenuntergang. Von Abd el Kari habe ich nie wieder etwas gehört. Die Kamelstute aber verkaufte ich für viel Geld, das ich sehr gut gebrauchen konnte! Denn in Tripolis muß sogar das Trinkwasser bezahlt werden. Ich eilte auf dem schnellsten Wege zum Hafen, hier wollte ich mich nach der "Oldenburg" erkundigen. Da mußte ich meine zweite große Enttäuschung einstecken. "Die ,0ldenburg' ist gestern wieder ausgelaufen nach Alexandrien", sagte mir der Heuerbaas. Und so ging ich, sehr traurig über diese Nachricht, zurück in die Stadt. Wieder kam ich an Hafenkneipen vorbei, in denen es hoch her ging. Aber das machte keinen Eindruck mehr auf mich. Das Beispiel Hadschi Halems in Algier hatte mich gründlich kuriert.

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Dattelplantage mit Einwohnern

Datteln - Ja, die gab es bei uns nur zu Weihnachten, aber hier sind sie Nahrungsmittel, und bei den reichen Marokkaner gab es Berge dieser köstlichen und so nahrhaften Früchte. Daß sie auf Bäumen wuchsen, hatte ich bis heute nicht gewußt. Biskra hieß der Ort, von dem wir mit unserem Auto eine große Anzahl Kisten mit Datteln abholten, um sie nach Algier zu bringen. Von hier wurden sie verschifft und gingen in die weite Welt.

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Dattelplantage mit Einwohnern

Die Berber sind eine Mittelmeerrasse mit Beimischung anderer europäischer Rassenelemente. Ihre Sprache ist nordhamitisch. Weizen- und Gerstenanbau, zum Teil mit sehr alten Ackergeräten. Gartenbau mit Baumkulturen, öl; Feigen-, Mandelbäume, Dattelpalmen. In der Landwirtschaft starke Beziehung zur alten Mittelmeerkultur. Viehzucht: Ziege, Schaf, Rind, Pferd, Kamel.

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Am anderen Tag ging ich wieder zum Hafen. Ich wollte versuchen, auf einem der ausländischen Schiffe anzumustern, um so nach Alexandrien zu kommen. Das war der einzige und letzte Ausweg. Zuerst hatte ich daran gedacht, mit einer Kamel- oder Autokarawane an der Küste entlang nach Tobruk zu reiten oder zu fahren, um von dort aus mit der Bahn Alexandrien zu erreichen. Das war immerhin ein Weg von zweitausend Kilometern. So sehr auch das Abenteuer einer solchen Landreise lockte - der Weg war zu beschwerlich. Deshalb heuerte ich kurzerhand auf einem schmutzigen alten Franzosen an, dessen Mannschaft aus einem bunten Völkergemisch bestand. Der Kapitän des Schiffes schickte mich gleich auf Bunkerstation, wo ich Kohlen trimmen mußte. Das war die schwerste Arbeit an Bord. Aber lange konnte ja diese Seereise nicht dauern. Hinzu kam, daß ich keine Ausweise hatte. Wenn einmal Kontrollen an Bord kamen, konnte ich mich wenigstens im Kohlenbunker einigermaßen verstecken. Ab und zu durfte ich auch an Deck, um mich von der schweren Arbeit des Kohlenschaufelns auszuruhen. Nach fünf Reisetagen erreichten wir den Hafen von Alexandrien. Wir mußten auf der Reede vor Anker gehen und die Zollkontrolle abwarten. Als wir diese glücklich überstanden hatten, tauchte plötzlich ein Polizeiboot auf, das an unserem Schiff festmachte. Sieben Polizisten sprangen an Bord, und ich flüchtete schnell in mein Versteck. Die Durchsuchung des Schiffes dauerte viele Stunden. Mich aber konnte keiner finden, denn ich hatte mich in den Kohlen vergraben.

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Als die Polizei wieder von Bord war, erfuhr ich den Grund ihrer Fahndung. Rauschgift! Über Alexandrien geht ein großer Teil des Rauschgiftschmuggels. Endlich durften nun einige Barkassen längsseits gehen, um Besatzungsmitglieder an Land zu bringen. Der Käpt'n gab mir einen Tag Urlaub. Hätte er gewußt, daß ich nie wiederkomme, wäre er kaum so freigebig gewesen. Als ich in Alexandrien an Land gesetzt wurde, ging ich zum Hafenbüro, um Erkundigungen über die "Oldenburg" einzuziehen. Aber die Beamten zuckten nur mit den Schultern: Das Schiff war in Alexandrien noch nicht gemeldet. Also mußte ich warten. In der Nähe des Hafenbüros fand ich Unterkunft. Für wenig Geld konnte man hier übernachten und dreimal am Tag essen.

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Hafenbild Alexandrien

Im Hafen von Alexandrien war reges Leben und Treiben. Ein Welthafen von ganz besonderer Art. Bunte Eingeborenenschiffe liegen im Hafen neben den modernsten Überseedampfern und Frachtern. Im Jahre 331 vor Christi Geburt hat Alexander der Große diese Stadt gegründet. Sie ist eine der bedeutendsten Hafenstädte am Mittelmeer. Hier wartete ich vergeblich auf meine ,,Oldenburg", hier schloß ich mich einer deutschen Filmexpedition an, mit der ich Afrika so richtig erleben sollte.

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Hafenbild von Alexandrien

Alexandrien ist die zweitgrößte Stadt Ägyptens und wichtiger Ein' und Ausfuhrhafen; 680 000 Einwohner. Großes Kulturzentrum, Hochschule, Museen aller Art, Land- und Wasserflughafen. Im Jahre 351 v. Chr. wurde es von Alexander dem Großen gegründet. Alexandrien ist außerdem wichtiger Flotten- und Luftstützpunkt der Engländer.

 

 

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Tunesien

Geographie Tunesien

Hauptstadt Tunis

Tunesien gehört zu den Maghreb-Ländern. Die Fläche des Landes beträgt 163.610 kmē. Tunesien ist ein nordafrikanischer Staat und liegt an der Mittelmeerküste, 130 km südwestlich von Sizilien und 160 km südlich von Sardinien. Im Nordwesten liegt die Halbinsel Cap Bon. Im Nordwesten Tunesiens befindet sich der Tell-Atlas. Daran schließt sich nordöstlich das Mogod-Bergland (300-400 m Höhe) an, welches im Cap Blanc in einer meist steilen Felsküste ins Mittelmeer abfällt. Parallel zur Nordküste verlaufen von der im Westen liegenden algerischen Grenze bis zur Bucht von Bizerta die Gebirgszüge der Kroumirie (700-800 m Höhe). Im Süd-Osten grenzt Tunesien an Libyen. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, mit Klippen an der Nordküste und Wäldern im Landesinneren sowie tiefen, fruchtbaren Tälern und Wüsten, steilen Bergen und salzigen Niederungen, die unter dem Meeresspiegel liegen.   Die Gründe dafür sind kein Geheimnis Südlich von Gafsa und Gabès beginnt die Sahara. Vor der über 1000 km langen Küste liegen zahlreiche kleine Inseln, darunter Djerba im Süden und Kerkennah im Osten. Mit Pinien bewachsene Hügel erstrecken sich vom Nordwesten bis zum Südosten, dahinter liegen saftiges Weideland, Obstgärten, Weingüter und Olivenhaine. Die Halbinsel Cap Bon ist die fruchtbarste Region Tunesiens.

Die Bevölkerung Tunesien
Die Bevölkerung besteht überwiegend aus Arabern, daneben gibt es kleinere Gruppen von Berbern. Die Zahl der Europäer (vor allem Franzosen und Italiener) ist in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen. 98% der Bevölkerung gehören dem sunnitischen Islam an.

Klimat Tunesien

An der Küste herrscht Mittelmeerklima, dort wächst an den Berghängen noch in größeren Beständen Wald, während es nach Süden immer heißer und trockener wird.

Libyen

Geographe Libyen

Hauptstadt Tripolis

Libyen ist das viertgrößte Land des afrikanischen Kontinents.

Libyen besteht zum größten Teil aus Wüste und gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Erde. Etwa 90% der Bevölkerung konzentrieren sich im Küstengebiet, die Wüstengebiete sind bis auf die Oasen menschenleer. Das Land grenzt im Westen an Tunesien und Algerien, im Osten an Ägypten, im Süden an Niger, Tschad und den Sudan (die Sahara erstreckt sich bis in diese drei Länder). Die Mittelmeerküste ist knapp 2000 km lang. Im Osten zieht sich eine Ebene von der tunesischen Grenze bis zum Gebiet des Jabal Akhdar (Grüner Berg). Das Binnenland ist hügelig. Im westlichen Küstengebiet zwischen Zuara und Misurata und im Osten zwischen Susah und Benghazi wird Landwirtschaft betrieben. In der höhergelegenen Provinz Cyrenaika und auf dem Jabal Akhdar ist die Vegetation etwas üppiger. Im ganzen Land gibt es mit Ausnahme des Sandsees Sarir Calanscio und der Sahara-Berge von Sarir Tibesti Oasen.

Klima Libyen

An einem schmalen Küstenstreifen herscht Mittelmeerklima. Ansonsten ist das ganze Land subtropisch heiß und trocken.

Die Bevölkerung Libyens
Die Bevölkerung besteht aus rund 95% Arabern und Berbern. 97% aller Bewohner sind Moslems.

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