Ägypten Sudan

Reiseberichte Ägypten Sudan

Aus dem Sanella-Album Afrika

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Tag für Tag wartete ich an den Kaien von Alexandrien auf das Einlaufen der "Oldenburg". Die Umrisse des Schiffes waren mir so vertraut, daß ich es ohne Mühe schon auf hoher See erkannt hätte. Vier Tage wartete ich so vergeblich. Schließlich reichte das Geld nur noch für zwei Übernachtungen und vier Mahlzeiten. Da machte ich mich auf die Suche nach Arbeit.

ETWAS GLÜCK MUSS MAN HABEN

Im Hafen gab es nichts zu tun. Ich ging zum Bahnhof, um mir dort einen Job als Gepäckträger zu suchen. Das war mein Glück. Drei Männer mit schweren Koffern kamen aus der Bahnhofshalle und riefen nach einem Gepäckträger. Schon war ich da und nahm ihnen die Koffer ab. Die Männer unterhielten sich in Englisch, und ich vermutete Engländer oder Amerikaner vor mir zu haben. Mein neues Abenteuer begann damit, daß ich mehr aus Versehen als aus Absicht ein paar deutsche Worte dahersagte.

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Die drei Männer machten erstaunte Gesichter: "Du bist Deutscher? Was machst du denn hier als Gepäckträger?", bestürmte man mich mit Fragen, zu meiner Überraschung ebenfalls in Deutsch. Ich erzählte ihnen meine Erlebnisse. Sie schüttelten mir die Hand und fragten mich, ob ich Lust hätte, an einer Filmexpedition ins Innere Afrikas teilzunehmen. Begeistert willigte ich ein. Das war natürlich eine Bombensache. Nachdem ich mich den Männern vorgestellt hatte, nannten auch sie ihre Namen. John Böhlau, Leiter der Expedition, Dr. Freytag, wissenschaftlicher Berater, und Günter Frank, Kameramann. Nun war ich Mitglied einer deutschen Kulturfilmexpedition. "Bist 'n strammer Kerl - denke, wir werden dich brauchen können", sagte John Böhlau. "Hast du Angst? Vor Krokodilen oder Löwen? - auch die Neger sind hier nicht alle zahm . . ." Ich ließ mich nicht bange machen, und so zogen wir nun zu viert durch die Straßen von Alexandrien. Hinunterging's zum Fischereihafen, wo Böhlau ein Segelboot kaufte, einen primitiven alten Kahn. Aus einigen Zeltplanen nähten wir ein Segel. Böhlau meinte, seit 1000 Jahren verwendet man hier solche Segelboote. Das ist auch für uns das richtige, um auf dem Nil vorwärtszukommen.

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Segelboote auf dem Nil

Eine herrliche Segelfahrt nilaufwärts. Alles in bester Laune. Kein Wunder bei dem märchenhaften Wetter. Eine typische Nillandschaft., wo man hinschaut, fruchtbare Äcker. Eine behäbige Ruhe liegt über allem. Um so mehr fallen die eigenartigen Formen und lustigen Farben der Segel auf. Übrigens - ganz so friedlich, wie's hier auf dem Bild aussieht, ist's nicht. Als ich die Pfeife von unserem Steuermann aus dem Wasser holen wollte, sie war beim Ausklopfen hineingefallen, hätten mich fast die Krokodile geschnappt. Aber Onkel John, geistesgegenwärtig wie immer, hat mich gerettet.

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Der Nil ist der zweitlängste Strom der Erde, 5920 km lang, und der längste Fluß Afrikas. Sein Quellfluß Kagera mündet in den Victoria-See, als Victoria-Nil verläßt er ihn. Nach Durchquerung eines Sumpf- und Überschwemmungsgebietes erhält er den Namen Weißer Nil. Khartum stößt zu ihm der Blaue Nil, der vom Tanasee kommt. Er durchströmt ab Khartum Wüstengebiet. Unterhalb Kairo bildet er ein. riesengroßes Delta von 23 900 qkm Größe.- Ägypten und Nubien bilden eine einzige lange; bei Oase, man sagt, sie sei ein "Geschenk des Nil".

 

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Fellachendorf mit Wasserrad

Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. "Genau wie vor 1000 Jahren", sagte Onkel John, als wir dieses Bild knipsten. Die Fellachen sind seit jeher ein armes Volk - sie waren schon beim Bau der Pyramiden und bei der Anlage des Suezkanals die billigsten Arbeitskräfte. Das Wasserschöpfrad, das ihr hier seht, wird noch genau wie vor 1000 Jahren von einem Ochsen bewegt. Auf diese umständliche Weise muß das Wasser des Nils in die Felder gepumpt werden, denn hier regnet es selten. Die Landwirtschaft ist ganz von dieser künstlichen Bewässerung und den regelmäßigen Überschwemmungen des Nils abhängig.

Album 015 Platz

Fellachendorf mit Wasserrad

Fellachen sind ägyptische Dorfbewohner, deren Hauptbeschäftigung die Feldarbeit ist. Sie bauen Gerste, Bohnen, Melonen, Gurken usw. an. Die Bewässerung ihrer Felder betreiben sie mittels Schöpfbaum, Wasserrad mit Göpel und anderen Geräten. Sie sprechen arabisch. Ihre Häuser sind aus gebrannten oder ungebrannten Ziegeln gebaut. Verarmte Beduinen werden zu Fellachen, nennen sich aber weiter Araber.

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Afrika

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DIE PYRAMIDEN SIND GROSSE GRABKAMMERN

Die schweren Koffer wurden in den Laderaum des Bootes verstaut. Dann zog Böhlau mit seinen Leuten in die Stadt, um Proviant einzukaufen. Ich mußte auf das Boot aufpassen, vor allen Dingen aber auf die wertvolle Kamera und die anderen technischen Einrichtungen. Nach wenigen Stunden kamen die drei Männer zurück, bepackt mit Seesäcken voller Gemüse, Fleischkonserven und anderen Dingen. Als es dunkel wurde, warfen wir die Leinen los. Der Wind stand günstig für uns, und so fuhren wir mit vollen Segeln nilaufwärts. Der Strom war hier viele hundert Meter breit. Gegend Abend passierten wir Kairo. Von dieser Stadt sah ich nicht viel, da wir so schnell wie möglich in das eigentliche Filmgebiet kommen wollten. Hinter Kairo bot sich uns ein überwältigender Anblick. Vor uns aus der Wüste erhoben sich die massigen Steinkolosse der Pyramiden. Böhlau steuerte das Boot ans Ufer und wir gingen an Land. Von den Eingeborenen ließen wir uns zu den Pyramiden führen.

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Dr. Freytag erzählte mir viele interessante Einzelheiten über diese gigantischen Bauwerke. Die Cheops-Pyramide ist 137 Meter hoch und am Fuße 227 Meter im Quadrat. Mehr als zwanzig Jahre dauerte der Bau einer solchen Pyramide. Damals gab es keine Maschinen, und Tausende von Menschen mußten in mühseliger Arbeit die riesigen Steinquadern auftürmen. Würde man die Steine der Pyramiden aneinanderfügen, so könnte man eine zwei Meter breite und ebenso hohe Mauer vom Nil bis zur Küste Kameruns bauen. Die ägyptischen Herrscher glaubten damals an ein richtiges Weiterleben nach dem Tode. Deshalb ließen sie sich einbalsamieren und ungeheure Schätze mit in das Grab legen, um nach dem Tode nicht auf ihre Reichtümer verzichten zu müssen. Gegen Abend kehrten wir auf unser Boot zurück.

FELLACHEN UND DINKA

Wir waren nun schon einige Tage stromaufwärts gesegelt. Längst waren die Pyramiden hinter uns am Horizont verschwunden, als sich in der Ferne immer deutlicher die kreideweißen libyschen und arabischen Gebirge abzeichneten. An den Ufern des Nil sahen wir Eingeborene arbeiten. Das sind Fellachen, erklärte mir Dr. Freytag, ein armes Völkchen, das schon die Pyramiden errichtet hat und die meisten Arbeitskräfte zum Bau des Suezkanals stellte. Heute wie vor tausend Jahren versorgen sie mit ihren Schöpfrädern das Land bis weit in die Wüste hinein mit Wasser. Ochsen müssen den ganzen Tag die Schöpfräder in Bewegung halten. Bei der Siedlung Abu Hamed, inmitten der Nubischen Wüste, machten wir unsere erste größere Rast.

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Schon mehr als drei Wochen waren wir auf dem Nil herumgesegelt, und jetzt sollten unsere ersten Filmaufnahmen steigen. Kaum waren am Ufer die Zelte errichtet, als auch schon die Dunkelheit hereinbrach. Ich konnte mich noch immer nicht daran gewöhnen, daß hier die Nacht unmittelbar auf den Tag folgt. Drei bis vier Stunden mochten vergangen sein. Plötzlich lärmte es so mächtig in unserem Vorratszelt, daß wir an einen Überfall glaubten. Ich rannte hinaus ins Freie.

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Zeltlager der Filmexpedition

Die Enge eines Zeltlagers wirkt sich immer zum Vorteil der Insassen aus, die Menschen verwachsen zu einer Gemeinschaft. Freude und Erschwernisse verbinden sie stets aufs neue. Die Lehren der älteren Insassen bilden die jüngeren, erwecken in ihnen das Gefühl dem Ganzen wertvoll und nützlich zu sein. Hier hatten wir unser kleines Reich.

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Zeltlager der Filmexpedition

 

Bild 017 Rückseite

Nuba-Tanzgruppe beim Festtanz

Kinder, das war wirklich ein Erlebnis. Wir haben nämlich einen Eingeborenentanz zu sehen bekommen. Die Kongoneger hatten sich phantastisch bemalt, und schon das äußere Bild der vielen gestikulierenden Tänzer war aufregend. Immer wilder wurden die Bewegungen und Sprünge der Eingeborenen. Onkel John konnte nur mit Mühe seine Kamera retten. Fast ein wenig unheimlich wurde mir zumute. Eberhard Frank meinte: "Das ist Afrikas echte, ursprüngliche Seele."

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Nuba-Tanzgruppe beim Festtanz

Die Nuba sind eine mohammedanische Völkergruppe. Sie wohnen am mittleren Nil und betreiben hauptsächlich Viehzucht. Ihre Häuser sind aus luftgetrockneten Ziegeln gebaut.

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Böhlau hinter mir her, zwei entsicherte Pistolen in den Händen. Im Scheine der Taschenlampe sahen wir die Bescherung. Paviane hatten sich über unsere Mandeln und Nüsse hergemacht. Am Morgen überprüften wir zuerst unsere Geräte. Die Linse der Kamera war zerschlagen. Doch wir hatten Ersatz. So brachen wir auf zu den Nuba. Das war der erste Negerstamm, den ich in Afrika sehen sollte. Die Sonne brannte unbarmherzig auf uns nieder. Unser Thermometer zeigte im Schatten der Palmen 38 Grad. Nach einem langen Kamelritt trafen wir endlich auf Nuba. Sie liefen völlig unbekleidet herum. Die Nubafrauen hatten sich ihre Unterlippen durchbohrt und Schmuckstücke eingehängt. Es waren meist billige Glasperlen, wie man sie in Hamburg für wenige Pfennige kaufen kann. Die Nuba können große Schmerzen ertragen. Sie verwunden sich an vielen Körperteilen, damit die Narben dieser Wunden später ein Muster bilden. Böhlau gab einem Nubahäuptling zwei deutsche Markstücke. Der ganze Stamm, Männer, Frauen und Kinder veranstalteten daraufhin einen erregenden Freudentanz. Weiter ging es in südlicher Richtung. Der nächste Besuch galt den Dinka. Die Europäer nennen sie auch Storchmenschen, weil sie riesenlange Beine haben und wie die Störche in den Sümpfen leben. Der Weg führte uns durch weite ausgedorrte Steppen. Vereinzelt fanden wir kleine Oasen, deren Feuchtigkeit den Papyrusstauden Leben gibt. (Vor dreitausend Jahren hatten die alten Ägypter das erste Papier daraus gemacht.) Allmählich wurde das Gebiet, in das wir kamen, immer sumpfiger. Hier durchzogen verschiedene Nebenarme des Nil das Land. An den sumpfigen Ufern dieser Flüßchen hatten die Dinka ihre Pfahlbauten errichtet.

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Ihre Hütten standen auf Pfählen, weil die Überschwemmungen in der Regenzeit oft alle Behausungen zu ebener Erde überfluteten. Die Dinka sind schlaue Kerle! Sie reiben ihre Haut mit der Asche von verbranntem Holz ein. Auf diese Weise schützen sie sich vor den Insekten, durch deren Stiche oft die gefährliche Malariakrankheit übertragen wird. Wir schützten uns durch Moskitonetze. In dieser Gegend wimmelt es von Krokodilen. Während Böhlau mit Dr. Freytag und Frank bei den Dinka filmte, schlich ich auf eigene Faust, mit einem langen Speer, einer kräftigen Schlinge und einer Pistole bewaffnet, durch dichtes Gestrüpp an einen Fluß. Ich wollte so gern ein Krokodil erlegen und aus der Haut eine Tasche basteln. Am Ufer entdeckte ich zwei Krokodileier. Ich legte schnell meine Schlinge darüber und band sie fest an einen dicken Baum. Dann schlug ich mit einem Knüppel wiederholt ins Wasser, um das alte Krokodil anzulocken. Ich hatte Glück. Zuerst tauchte nur ein Kopf mit langgezogenem Maul auf.

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Dann aber schob sich der wuchtige Körper schützend über die Eier. Jetzt war der Moment gekommen. Fiebernd vor Erregung saß ich in den Ästen und zog nun kräftig die Schlinge zu. Das Krokodil war gefangen. Aber das Tier hatte Riesenkräfte. Wild peitschte es das Wasser, und der Strick spannte sich bis zum Zerreißen. Erschreckt merkte ich, wie sich der Baum, auf dem ich saß, langsam in seinen Wurzeln löste. Nur noch wenige Sekunden und er mußte mit mir ins Wasser stürzen. Blitzschnell zog ich meine Pistole.

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Bild 018 Rückseite

Bei den Stämmen des Weißen Nil, den Dinkas oder Storchmenschen und den Nuern

Schönheiten sind sie wirklich nicht - die riesengroßen Dinkas mit ihren langen Storchenbeinen -, das könnt ihr ja sehen. Aber das Auffallendste ist, daß sie sich zum Schutz gegen Insekten mit heller Asche einreiben. Dadurch wirken sie richtig gespenstisch. Auch die Lagerstätten sind mit Asche bestreut. Na ja, solche Steppen- und Sumpfbewohner haben auch ihre Sorgen. Aber sie wissen sich zu helfen. Das zeigen schon ihre sinnvoll konstruierten Pfahlbauten, durch die sie sich vor plötzlichen Überschwemmungen schützen.

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Bei den Stämmen des Weißen Nil, Dinka / Nuer

Die Dinka sind von schlankem Körperbau, meist hager, langschädelig und dunkelhäutig. Dinka-Völker wohnen zwischen Bar-el-Arab und Weißem Nil. Es gibt eine große Anzahl unabhängiger Stämme. Die Dinka sind kriegerisch; sprachlich und kulturell mit den Nuern verwandt. Sie sind Pflanzen- und Viehzüchter.

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Krokodiljagd

Habt ihr schon einmal überlegt, was es heißt ein Krokodil mit der Schlinge zu fangen ? Kleinigkeit t - habe ich auch gedacht, aber als das Krokodil fast den Baum entwurzelte, auf dem ich hockte, wurde mir ganz schwiemelig. Ein Glück, daß die Dinka mir zur Hilfe kamen, ich wäre sonst verloren gewesen. Lest die Afrika-Geschichte genau durch, dann wißt ihr, wie es mir dabei ergangen ist.

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Krokodiljagd

Das Krokodil ist eine Panzerechse und wird bis zu 7 m lang. Es ist ein sehr gefährliches Raubtier und fällt auch Menschen an. Den alten Ägyptern war das Krokodil heilig. Heute ist es noch im oberen Nilgebiet anzutreffen.

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Ich feuerte das ganze Magazin leer. Doch die Bestie tobte weiter. Im letzten Augenblick retteten mich einige Dinka, die in der Nähe gefischt hatten. Sie erledigten das wütende Tier mit wohlgezielten Speerwürfen und erlösten mich aus meiner verzweifelten Lage.

FLIEGEN NACH KAIRO

Ein paar Tage darauf kam Günter Frank, unser Kameramann, mutlos aus seinem Zelt. "Aus ist es! Wir können nicht mehr filmen. Die Apparatur ist kaputt!" Wir sahen uns fassungslos an. Mit. Langen Gesichtern saßen wir - 2500 Kilometer von Kairo entfernt - vor unseren Zelten und hielten Kriegsrat. Schließlich schlug Dr. Freytag vor, Frank mit der Kamera nach Kairo zu schicken. Ich sollte ihn begleiten. Von Kairo aus sollten wir nach Erledigung des Auftrages mit dem Schiff durch den Suezkanal und das Rote Meer nach Dschibuti fahren und von dort weiter mit der Eisenbahn durch Äthiopien nach Addis Abeba. Dies war unser Treffpunkt. Alle waren damit einverstanden. Man wünschte uns viel Erfolg, und ab ging es nach Khartum. Hier startete unsere Maschine. Es war meine erste Flugreise. Das war ein erhebendes Gefühl, so hoch über diesen fremden Erdteil zu fliegen, gespannt verfolgte ich die Landschaft unter mir. Am eindrucksvollsten erschienen mir die gewaltigen Staudämme von Assuan. Nach der Landung in Kairo gingen wir erst einmal in eine der typisch ägyptischen Basarstraßen. Dort kleidete ich mich von Kopf bis Fuß neu ein. Dann brachten wir unsere Kamera zur Reparatur. Man versprach uns, sie in drei Tagen in Ordnung zu bringen. Bis dahin hatten wir Zeit, uns Kairo anzusehen.

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Mein erster Weg führte zum Reisebüro. Ich hatte noch unsere Schiffskarten zu besorgen und erfuhr dort, daß wir an Bord eines italienischen Passagierdampfers von Port Said nach Dschibuti fahren könnten. Der Angestellte der Reederei behandelte mich sehr höflich. Das gehörte sich auch so, denn schließlich war ich kein Schiffsjunge mehr, sondern ein richtiger Gentleman. Während der drei Tage unseres Kairoer Aufenthaltes wohnten wir in einem Hotel. Jeden Morgen brachte man uns das Frühstück ans Bett, und während man mich bediente, dachte ich an die Zeit, wo ich auf dem französischen Dampfer als Kohlentrimmer arbeiten und auf Kohlen schlafen mußte. Das war kaum drei Monate her. Der Hoteldirektor redete mich mit "Sir" an. Ein Boy öffnete die Türen, wenn ich das Hotel verließ oder von einem Spaziergang zurückkam. Die Straßen Kairos waren prächtig.

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Vor großen Geschäften lagen wertvolle Teppiche ausgerollt, die die Händler zum Verkauf anboten. Daneben konnte man altägyptische Tonwaren und herrliche Lederarbeiten aus Affen-, Kamel- oder Krokodilhaut als Reiseandenken erwerben. Die Menschen gingen europäisch gekleidet, trugen aber keinen Hut, sondern einen Fes. Inzwischen war unsere Kamera wiederhergestellt, und wir konnten unsere Reise fortsetzen. Mit einem Schnellzug fuhren wir nach Port Said, wo uns eine Taxe zum Liegeplatz des italienischen Passagierdampfers brachte.

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Bild 020 Rückseite

Flugbild vom Staudamm in Assuan

Wenn ich ehrlich sein soll, ich habe es nie bedauert, daß unsere Kamera kaputt ging. Denn nur ihr hatte ich es zu verdanken, daß ich mit Frank nach Kairo fliegen durfte. Hier seht ihr eins der eindrucksvollen Bilder, die wir auf unserem Flug hatten. Unser Pilot ging ganz tief mit der Maschine herunter, damit wir alles genau sehen konnten. Der Staudamm von Assuan ist ein technisches Wunder. Wasser für Afrika bedeutet, erzähle ich Euch noch.

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Flugbild vom Staudamm in Assuan

Assuan, ägyptische Stadt, 22 000 Einwohner, am Nordende der großen Stromschnellen des Nil gelegen. Der Staudamm von Assuan ist 45 m hoch, 1950 m lang und wurde 1902 fertiggestellt. Das Staubecken enthält 2,} Milliarden cbm Wasser. Mit dieser Menge konnten 17% der ägyptischen Anbaufläche bewässert werden.

 

Bild 021 Rückseite

Basarstraße in Kairo

So eine Basarstraße müßtet ihr mal erleben. Das sind die Straßen der Händler und Handwerker, die ihre mannigfachen Erzeugnisse mit viel Lärm anpreisen. Es ist ein buntes Leben und Treiben. Bärtige Männer und verschleierte Frauen feilschen um die Wette.

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Basarstraße in Kairo

Kairo ist die Hauptstadt des Königreichs Ägypten und mit ihren 2x00000 Einwohnern gleich' zeitig die größte Stadt Afrikas. Sie liegt am rechten Nilufer. In nächster Nähe von Kairo befinden sich die berühmten Pyramiden der alt' ägyptischen Pharaonen. Bedeutende Bauten, wie Moscheen, die Zitadelle, verschiedene Stadttore zieren die Stadt. Sie ist ein bedeutendes Kulturzentrum des Islams. Große kulturelle Einrichtungen, wie Museen, Bibliotheken, Zoologischer Garten und anderes sind erwähnenswert.

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FAHRT DURCH DEN SUEZKANAL

Die Fahrt durch den Suezkanal, durch das Rote Meer nach Dschibuti im Golf von Aden konnte beginnen. An Bord befanden sich unter anderem Techniker und Ingenieure, die der Kaiser von Äthiopien zum Aufbau seiner Industrie gerufen hatte. Während der Fahrt stand ich auf dem Oberdeck und betrachtete interessiert die Kanalanlagen, die der Franzose Ferdinand de Lesseps im Jahre 1869 fertiggestellt hatte. Zehn Jahre dauerte es bis zur Eröffnung dieses Meere verbindenden Schiffsweges. Die Kosten der Erbauung beliefen sich auf 640 Millionen Franken. Aber so groß auch die Anstrengungen zum Bau dieses Kanals waren und so hoch auch die Kosten dafür erscheinen mögen, so stehen sie doch in keinem Verhältnis zu dem Gewinn, der durch die Verkürzung des Seeweges nach Ostasien und Indien seit fast hundert Jahren erzielt wird. Schon im Altertum hatte der Perserkönig Darius I. die Vorzüge eines verkürzten Seeweges erkannt.

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Er ließ eine Verbindung vom Mittelmeer zum Roten Meer her« stellen, die aber später wieder verfiel. In der Schule mußte ich einmal einen Aufsatz darüber schreiben. Und nun konnte ich dieses weltberühmte Bauwerk mit eigenen Augen sehen. Etwa zwanzig Stunden dauerte die Fahrt durch den Suezkanal. Am Ufer ziehende Kamelkarawanen waren uns schon ein vertrauter Anblick geworden. Bald passierten wir die letzte Südschleuse und befanden uns im Golf von Suez. Kurz darauf tauchten zur Linken die wildzerklüfteten Berge Sinais auf. Dort soll einst Moses von Gott die Zehn Gebote erhalten und auf steinerne Tafeln geschrieben haben. Dann dampften wir ins Rote Meer. Natürlich war das Wasser nicht rot. Ein Schiffsoffizier erklärte uns, daß es verschiedene Deutungen dafür gäbe. Man sagt, daß Rot die heilige Farbe der Ägypter war und sie in uralten Zeiten ihrem Meer diesen Namen gaben. Einige versuchen eine Erklärung in der Tatsache zu finden, daß bei Sturm der rote Wüstensand über das weite Meer getrieben wird und dieses dann hellrot leuchtend bedeckt. Andere wiederum glauben, daß die Bezeichnung durch die vielen dicht unter der Wasser» Oberfläche liegenden Korallenriffe, die große Flächen des Meeres rot erscheinen lassen, entstanden sei. Gleichviel, die Fahrt machte uns viel Freude. Ab und zu tauchten silbergrau glänzende Haie auf. In Dschidda, unserem ersten Hafen, verließen viele Mohammedaner das Schiff, um nach Mekka, der heiligen Stadt, zu pilgern. Ich hörte zum erstenmal, daß sich dort die sogenannte "Kaaba", ein grauer, kastenförmiger Steinbau, befindet. In diesem ruht das größte Heiligtum des Islams, der "schwarze Stein", ein Meteorit.

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Die heilige Stadt darf von keinem Ungläubigen betreten werden. In der Nacht war es so warm, daß Frank und ich auf das Oberdeck gingen, um frische Luft zu schnappen. Plötzlich flammte in der Dunkelheit das grelle Licht eines Scheinwerfers auf und erfaßte eine Schute, wie sie die Eingeborenen benutzen. Da plumpsten auch schon einige Kisten aus der Schute ins Wasser. "Das sind sicher Haschischhändler", meinte Frank, "sie schmuggeln das gefährliche Rauschgift von Arabien nach Ägypten." Von Port Said und Alexandrien geht es in alle Länder der Welt. Dabei bedienen sich die Haschischhändler der raffiniertesten Methoden.

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Kamelkarawane am Suez

Ist dies nicht ein Bild von eindrucksvoller Schönheit? Am Suez bewegen sich das "Schiff der Wüste", so wird das Kamel auch genannt, und das "Schiff des Meeres" so dicht und friedvoll bei einander wie nirgendwo in der Welt. Uns war dieses herrliche Bild längst ein vertrauter.

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Kamelkarawane am Suez

Der Suezkanal ist die 161 km lange künstliche Wasserstraße zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer. Seine Tiefe beträgt 12 bis l) m, die Breite etwa 120 m. Die Durchfahrt erfordert je nach Schnelligkeit des Fahrzeuges etwa 15 bis 20 Stunden. Der Erbauer des Kanals heißt Lesseps, der 1856 die Erlaubnis zum Bau eines Kanals vom ägyptischen Vizekönig Said Pascha erhielt. 1859 wurde mit dem Bau begonnen, und am 17. November 186g wurde der Suezkanal eröffnet. Schon im Altertum bestand eine Verbindung zwischen Mittelmeer und Rotem Meer, die aber später wieder verfiel.

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Kreuz des Südens

Hell leuchtete das "Kreuz des Südens", jenes auffallende Sternbild, das wir nur in südlichen Ländern zu sehen bekamen. Wenn wir nach gefährlichen Erlebnissen und Abenteuern, am Lagerfeuer sitzend, Ruhe und Muße fanden, suchten unsere Augen immer wieder nach dem verheißungsvollen Sternbild am nächtlichen Firmament.

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Kreuz des Südens

Kreuz des Südens nennt man ein Sternbild des südlichen Himmels bei 18;° gerader Aufsteigung und 60° südlicher Abweichung. Es ist nur in südlichen Ländern vom 26. Grad nördlicher Breite ab sichtbar.

 

 

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Ägypten

Geographie Ägypten

Hauptstadt Kairo

Ägypten ist ein Staat im nordöstlichen Afrika. Der Nil teilt das Land in zwei ungleichmäßige Hälften, östlich des Suezkanals liegt die Sinai-Halbinsel. Sie wird zu Asien gezählt. Das Land grenzt im Norden an das Mittelmeer, im Osten an das Rote Meer, den Gaza-Streifen und Israel, im Westen an Libyen und im Süden an Sudan. Ägypten ist mit 1,002.000 qkm, flächenmäßig knapp dreimal so groß wie Deutschland. Ca. 99% der Bevölkerung leben in dem von der Landwirtschaft geprägten Niltal am Delta, hinter dem die zumeist flache Wüste beginnt. Oasen sind die einzigen Überbleibsel der ehemals fruchtbaren westlichen Niederungen. Schmale Küstenregionen am Mittelmeer und an der afrikanischen Seite des Roten Meeres sind bewohnt, aber der Sinai ist allgemein trocken. Der Assuan-Staudamm bremst die Flut, die früher regelmäßig das Niltal überschwemmte, und dient der Elektrizitätserzeugung. Der Nil ist die Lebensader Ägyptens. Er durchfließt auf etwa 1.550 km Länge von Süden nach Norden, bevor er durch Nildelta in das Mittelmeer mündet.

In Oberägypten befindet sich der Abschnitt des Niltals zwischen Abu Simbel und Assuan, der heute vom Nassersee eingenommen wird. Er liegt im äußersten Süden. Vom Austritt des Flusses aus dem Nassersee bis nach Kairo bildet das Niltal eine bis zu 25 km breite, fruchtbare Landschaft.

In Unterägypten, nördlich von Kairo, gabelt sich der Nil in zwei Hauptmündungsarme. Sie bilden mit zahlreichen Verästelungen und Kanälen eine rund 24.000 km² umfassende, intensiv bewirtschaftete Deltalandschaft aus abgelagertem Nilschlamm. Rund 100 km südwestlich von Kairo befindet sich eine 1.800 km² große Oasenlandschaft. Das Fayyum-Becken, in deren Nordteil sich der 230 km² große Qarun-See befindet.

Die westlich des Nils gelegene Libysche Wüste nimmt als weites, flaches Schichttafelland rund zwei Drittel der ägyptischen Staatsfläche ein.

In Ihrem nördlichen Bereich liegt das Libysche Plateu auf 240 m Höhe und senkt sich nach Südosten in die Kattarasenke auf 130 m unter dem Meeresspiegel ab. Zahlreiche Salzsümpfe befinden sich in diesem Gebiet. Im Südwesten steigt die Wüste bis auf 1.100 m an. Nur wenige Oasen befinden sich in der von Norden nach Süden rund 1.000 km lange eintönige Sand- und Dünenlandschaft.

Die östlich des Nils gelegene Arabische Wüste wird von einem durch Wadis stark zerfurchten Gebirgszug beherrscht, der im Mittelabschnitt mehr als 2.000 m Höhe erreicht. Die Arabische Wüste ist als westliche Auwölbungszone, ein Teil des Afrikanischen Grabenbruchsystems. Das Rote Meer mit einer Tiefe bis zu 1.000 m, ist Teilstück des Grabenbruchsystems und bildet die natürliche Grenze zu Ägypten.

Auf der Sinai-Halbinsel finden die Erhebungen über dem Meeresspiegel ihre Fortsetzung. Hier erhebt sich mit dem Jabal Katrina (2.637 m) der höchste Berg Ägyptens. Der Golf von Sues und der Golf von Aqaba umklammern die Halbinsel von Süden her. Durch den 161 km langen Sueskanal besteht eine Verbindung zwischen Rotem Meer und Mittelmeer.

Die Bevölkerung Ägyptens
Die überwiegend islamische Bevölkerung ist sehr stark gemischt, vor allem arabisierte Hamiten und arabische Beduinen, daneben Berber, Türken, Nubier und Schwarzafrikaner, ferner Gruppen von Griechen sowie Italiener, Zyprer und Malteser.

Klima Ägypten

Ägypten liegt innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels mit sehr wenig Niederschlägen, sowie beträchtlichen Temperaturschwankungen.

Die etwa 700 km lange Mittelmeerküste und das Nildelta zeichnen sich durch milde Winter und sehr warme Sommer aus.

Das untere Niltal ist im Sommer heiß und im Winter mild. Es gibt kaum Niederschlag.

Das obere Niltal teilt sich die klimatischen Eigenschaften mit den östlich und vor allem westlich davon gelegenen Wüstengebieten. Die Winter sind ebenfalls mild mit kühlen Nächten . Frühjahr und Herbst sind sehr kurz und warm, die Sommer lang (Ende April bis Ende Oktober), heiß und staubtrocken. Die durchschnittlichen Tageswerte erreichen 38-42 °C, die Nachtwerte 22-26 °C. In Städten wie Assuan, oder Luxor gibt es in der Regel 0-2 Regentage im Jahr. Hitzewellen können Temperaturen von über 50 °C bewirken.

An den Küstengebieten des Roten Meeres herrscht im Sommer ein sehr warmes bis heißes und extrem trockenes Klima. Die Winter sind angenehm und die Temperaturen sinken kaum unter 20 °C am Tag und 10°C in der Nacht. Es gibt kaum Niederschlag.

Das Sinai-Gebirge weist durch seine höhreren Lagen niedrigere Temperaturen auf. Die Sommer tagsüber meist 32 °C, in der Nacht bis 15 °C. Im Winter tagsüber meist 15 °C, in der Nacht bis 0 °C.

 

 

Sudan

Geographie Republik Sudan

Hauptstadt Khartum

Die Republik Sudan ist ein Staat in Nordost-Afrika mit Zugang zum Roten Meer Er grenzt im Norden an Ägypten und Libyen, im Westen an Tschad und die Zentralafrikanische Republik, im Süden an die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Kenia und im Osten an Äthiopien und Eritrea.

Der Sudan mit seiner Fläche von 2.505.805 qkm ist der größte Staat Afrikas. Er gehört geographisch sowohl zu Nordafrika als auch zu Ostafrika und Zentralafrika.

Bevölkerung Sudans

ca. 36,2 Mio, verteilt auf über 550 Stämme. Hauptgruppen sind: im Norden die arabisch-islamische Bevölkerungsgruppe (39%), nubische Stämme (ca. 8%); im Osten: Rasheida- und Beja-Stämme, die im 19. Jh. aus Saudi Arabien zuzogen; im Westen: die nomadischen Beggara-Stämme (insges. 20%), Fur, Zaghawa u. a. sowie die dunkelhäutige Nuba-Bevölkerung, alle überwiegend islamisch; im Zentrum des Landes sowie im Süden sind dunkelhäutige nilotische Stämme vorherrschend, wie Dinka, Nuer, Shilluk u.a. (ca. 30% der Bevölkerung), die hauptsächlich Anhänger verschiedener Naturreligionen oder Christen sind.

Klima Sudan

Verschiedene Vegetationsgürtel von der ariden Sahara im Norden zum tropischen Regenwald im Süden. Im Norden steigen die Temperaturen im Sommer bis auf Werte über 50° C mit Sandstürmen und wenigen kurzen Regenfällen, im Süden und Südwesten fallen die Höchstniederschläge von April bis November.

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